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Grüne bewerten Kritik
 als Wahlkampfgetöse

Wedemark Grüne bewerten Kritik
 als Wahlkampfgetöse

Als Stimmungsmache und Wahlkampfgetöse bezeichnen die Grünen in der Wedemark, was CDU und FDP zuvor an der Stellenausschreibung der Gemeinde für einen Baumkontrolleur kritisiert haben. Aus Grünen-Sicht ist die Stelle notwendig.

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Nicht nur diese Eiche an der Bücherei in Bissendorf braucht regelmäßige Kontrolle, demonstrieren (von links) Ingemar Becker und Wilhelm Lucka von der Grünen-Ratsfraktion und Horst Menze als Sprecher des Grünen-Ortsverbandes.

Quelle: Privat

Wedemark. Die Kritik geht nun anders herum: Unsachlich sei die Art und Weise, in der CDU und FDP die Stellenausschreibung als Wahlkampfthema ausschlachten. „Verwaltungsvorstand Joachim Rose hatte ja bereits in der Vorwoche erklärt, dass sich die Stelle nicht auf die von den Grünen beantragte Baumschutzsatzung bezieht“, führen die Grünen an. Wider besseres Wissen werde also von den Kritikern der Eindruck erweckt, dass damit einem Votum in der Bürgerbefragung zur Baumschutzsatzung – bei den Kommunalwahlen am 11. September – vorgegriffen werde. Dies ziele nur darauf ab, die Bürger im Vorwahlkampf zu verunsichern.

Dabei seien Erfassung und Kontrolle der gemeindeeigenen Bäume auf ihre Verkehrssicherheit sowie die Betreuung der Grünflächen und Spielplätze wesentliche Aufgaben, die auch den Wohnwert der Wedemark sichern, meint Wilhelm Lucka von den Grünen. „Sie können von dem vorhandenen schmalen Stamm zuständiger Mitarbeiter nicht in der notwendigen Quantität und Qualität geleistet werden“, sagt er. Denn schon jetzt müssen viele Aufgaben an Firmen vergeben werden. „Auch deshalb wurde die Stelle eines Baumkontrolleurs bei den Haushaltsplanberatungen zur Jahreswende in den Stellenplan aufgenommen. Die Stelle ist schlichtweg notwendig“, betont Lucka.

Eine neue Aufgabe sei die sogenannte „Durchführung der Satzung zur einstweiligen Sicherstellung der ortsbildprägenden Bäume“. Diese werden damit vorläufig geschützt bis zu einer – wie auch immer gearteten – Entscheidung über eine Baumschutzsatzung für die Gemeinde, stellt Lucka klar. „Wir wissen, dass ein großer Teil der Wähler einen Schutz dieser Bäume will und sehen der Bürgerbefragung daher zuversichtlich entgegen“, betont der Ratsherr.

Ziel sei es, diese alten Bäume in den Ortslagen zu schützen und die Wedemärker dabei zu unterstützen. Hierbei sei das Ergebnis der Bürgerbefragung der entscheidende Ausgangspunkt für die Grünen. Gerade diese wertvollen Bäume seien durch Eigentümerwechsel und Baumaßnahmen bei Umstrukturierungen der Orte gefährdet, auch wenn sie von ihren bisherigen Eigentümern noch wertgeschätzt und erhalten wurden. Nicht erst das Fällen, auch Bodenversiegelung oder -verdichtung bei Bauarbeiten könnten einen Baum entscheidend schädigen.

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