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Veranstalter kritisiert die Gemeinde

Wedemark Veranstalter kritisiert die Gemeinde

Die Besucher haben sich ausschließlich positiv geäußert, und 90 Prozent der Aussteller sind zufrieden. Mit dem Gelände und der Infrastruktur auf und am Campus W: Besser geht es nicht. So lautet das Fazit von Ausrichter Bernd Depping (MC Wedemark) zur Wirtschaftsmesse.

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Wirtschaftsmesse Wedemark zieht 15000 Besucher an zwei Tagen an.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Mellendorf. Nicht nur nebenbei zu erwähnen ist aber das Unwetter. „Das hat die Stimmung am Sonnabend zu Beginn sehr gedrückt“, sagt Depping auf Nachfrage. Etwa ein Fünftel der Außenstände mussten geschlossen werden. Erst am Nachmittag sei die Veranstaltung wieder zu Form aufgelaufen, und Überraschungsgast Heinz Rudolf Kunze setzte abends den Höhepunkt.

3500 bis 4000 Besucher wurden Depping zufolge am ersten Tag gezählt, 10.500 bis 11.000 am Sonntag. Für Depping ist das Wagnis der Veranstaltung mit Hallenbereichen, Zelten und mehreren Bühnen positiv verlaufen. Herbe Kritik äußert er aber zur Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung im Vorfeld der Messe. Ebenso aufschlussreich wie ernüchternd sei es gewesen, mit den Fachbereichen zu kommunizieren; die Abstimmung sei katastrophal gewesen, meint er. Aktive Beiträge seien nicht gekommen, wie er es beispielsweise vom Wirtschaftsförderer Carsten Niemann erwartet hätte. Auch die Gewerbevereine hätten sich zurückgehalten.

Die Messe werde sicherlich wieder in Mellendorf stattfinden, stellt Depping fest. Das „Wir“ für die Veranstalter müsse jedoch neu interpretiert werden, sonst werde er das nicht noch einmal machen, betont der federführende Veranstalter. „Dabei kann das Ding gut laufen, die Messe hat dort gute Grundlagen für mehr.“ Eine finanzielle Bilanz will er jetzt noch nicht ziehen – „Ich werde die Minuszahlen ausgleichen“.

Die Gemeinde Wedemark verzeichnete an ihrem Stand einen guten Besucherzulauf, wie Sprecher Hinrich Burmeister gestern auf Anfrage bestätigte. Die Verwaltungsmitarbeiter führten circa 90 Beratungsgespräche mit Interessenten für Baugrundstücke in der Wedemark. Ein großer Teil von ihnen kam auch aus den Nachbarkommunen sowie von weiter außerhalb. Die Gemeinde war bei der überregionalen Leistungsschau nicht als offizieller Veranstalter wie 2013, sondern nur als Standbetreiber mit Informationsangeboten in eigener Sache vor Ort.

Elektromobilität kann ihren Anfang nehmen

Ein Starterset zum Aufbau der Elektromobilität in der Wedemark ist seit der Wirtschaftsmesse in Händen der Gemeinde. Dominique Sévin von der Roadshow Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur übergab das Starterpaket an Bürgermeister Helge Zychlinski, den Geschäftsführer der Gemeindewerke Wedemark (GWW), Christian Bruns, und Timo Abert von der Avacon.

„Auch für kleinere, ländlich geprägte Kommunen wie die Wedemark wird das Thema Elektromobilität immer wichtiger. Durch die praktischen Handlungsempfehlungen aus dem Starterset Elektromobilität, haben Kommunen, kommunale Unternehmen und auch die Privatwirtschaft ein Werkzeug zur Verfügung, um sich auf den Weg in eine emissionsarme Zukunft zu machen“, sagt Zychlinski.

Das Starterset enthält praktische Handlungsempfehlungen. Konkrete Ratschläge und Praxisbeispiele unterstützen die Kommunen beim Auf- und Ausbau der Elektromobilität vor Ort.

Ziel der Roadshow Elektromobilität ist es, Bürger über Elektromobilität zu informieren und Kommunen beim Einstieg zu unterstützen. Sie ist seit 2014 deutschlandweit unterwegs. Umgesetzt wird sie von der NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) in Zusammenarbeit mit den Modellregionen und -projekten Elektromobilität sowie weiteren Partnern. Zugrunde liegt das Förderprogramm „Modellregionen Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Starterset gibt es unter startersetelektromobiltaet.de im Internet.

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