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Wohin mit dem Wertstoffplatz?

Resse Wohin mit dem Wertstoffplatz?

Um der ständigen Vermüllung entgegenzuwirken, sucht der Resser Ortsrat einen neuen Ort für den Wertstoffsammelplatz.

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Die Resser Wertstoffsammelstelle - eine Momentaufnahme von gestern Morgen: Die Papiercontainer sind keineswegs alle voll, dennoch liegen Kartons davor.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Die Verwaltung soll drei Standorte nach mehreren Kriterien bewerten. Die Einwohner sind eingeladen, eigene Vorschläge einzubringen.

Alle Ortsratsmitglieder waren sich in der jüngsten Sitzung im Mooriz einig: Der derzeitige Standort an der Osterbergstraße am Friedhof ist so weit abgelegen, dass er offenbar zum Vermüllen regelrecht einlädt. Der stellvertretende Ortsbürgermeister Gerd Kaufmann hatte drastische Bilder mitgebracht, die Berge von Müll und ein Meer von leeren Glasflaschen neben den Containern zeigen. Das besondere in Resse ist, dass der regionale Abfallentsorger aha dort nur Papiercontainer stehen hat, aber für die Sauberkeit der ganzen Anlage verantwortlich ist. Die Glascontainer stammen von der Firma Rhenus, die Schuh- und Kleidercontainer wiederum stellten private Firmen auf. „Der Ort leidet unter der permanenten Vermüllung, weil der Platz zu weit außerhalb des Dorfes liegt“, meint Kaufmann.

Als Alternativen sind bisher ein Platz zwischen der Zufahrt zur Feuerwehr und dem Parkplatz vor der Sporthalle im Gespräch sowie die Grünfläche zwischen der Engelbosteler Straße und der Martin Luther Straße. Zunächst soll die Verwaltung diese Orte und auch den bisherigen Platz unter den Kriterien Rechtslage und Nachbarschaftsrecht, Sicherheit, funktionale Aspekte, Auswirkungen auf das Ortsbild, Kosten und zeitliche Umsetzbarkeit überprüfen und bewerten. Das beschloss der Ortsrat auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig. Wenn die Verwaltung ihre Einschätzung vorgelegt hat, will der Ortsrat entscheiden. Rein informell waren sich die Politiker allerdings schon während der Sitzung einig, dass eine Rückkehr des Platzes in die Martin-Luther-Straße hinter dem Mooriz nicht infrage kommt.

Das Umfeld des Frischmarktes als Sammelplatz habe aha bereits aus technischen Gründen abgelehnt, berichtete CDU-Ortsratsherr Ralf Würtz auf Anregungen aus dem Publikum. Ein weiterer Vorschlag aus den Reihen der Einwohner wurde abgelehnt, weil die gewünschten Kameras gegen Müllsünder rechtlich nicht zulässig seien.

Um der Lage Herr zu werden, hat die Gemeindeverwaltung ein Konzept zur Verteilung der Wertstoffsammelplätze und Grundsätze für die Aufstellung von Behältern zur Beratung auf den Weg gebracht.

Den Wildwuchs stoppen

Die Gemeinde will die Zahl der Wertstoffsammelplätze begrenzen und Wildwuchs von privaten Aufstellern stoppen. Dazu muss sie ein Standortkonzept vorlegen. Ohne dieses hat sie weniger Möglichkeiten, Anfragen abzulehnen und „wilde“ Container zu beseitigen. Denn die Verwaltung hat festgestellt, dass vermehrt Altkleider- und Schuhcontainer an öffentlichen Plätzen ohne Genehmigung aufgestellt wurden. Mit dem neuen Konzept im Rücken will sie auch bei Containern auf privaten Flächen mitreden. Zurzeit gibt es laut einer Aufstellung des Rathauses 155 Wertstoffcontainer an 16 Standorten – nicht mitgerechnet sind die Grüngutsammelstellen. Nach dem neuen Konzept gelten Gebiete als ausreichend versorgt, wenn die Bewohner maximal 1000 Meter entfernt von einem Sammelplatz wohnen.

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