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Eine Schule mit eigener Linie: 20 Jahre KGS

Wennigsen Eine Schule mit eigener Linie: 20 Jahre KGS

Diese Schule hatte immer Potenzial: Die Wennigser Sophie-Scholl-Gesamtschule wird 20 Jahre alt - und in diesen Jahren hat sich viel getan. Für die Oberstufe wird gerade angebaut. In diesem Jahr geht die KGS in ihr erstes Abitur.

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Die Kooperative Gesamtschule in Wennigsen wird 20 Jahre alt.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Schulleiterin Birgit Schlesinger ist erst seit diesem Schuljahr an der KGS, doch sie ist längst angekommen. "Ich habe mich schnell eingelebt", sagt die neue Direktorin und wirkt zufrieden. Insgesamt 82 Lehrkräfte arbeiten an der Gesamtschule. Mit 1022 Schülern und gymnasialer Oberstufe ist Wennigsen eine berufliche Herausforderung für Schlesinger. Ihre alte Schule, die Emmerthaler Johann-Comenius-Schule im Landkreis Hameln-Pyrmont, war mit 329 Schülern deutlich kleiner. 

Auch die Wennigser Schule hat einmal so klein angefangen. An der Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe unterrichteten anfangs nur um die 30 Lehrer. Die Schule hatte keine 400 Schüler. Als vor 20 Jahren aus dem Schulzentrum dann eine Gesamtschule mit gymnasialem Zweig wurde, ging es hinauf auf 542 Schüler - "mit einem Schlag", sagt Sekretärin Liselotte Becker-Kniep, die seit 1994 an der Schule arbeitet. Damals war noch Siegfried Walther der Schulleiter. Dann kam Uwe Riemer, dann Annette Harnitz und nun Birgit Schlesinger. Von den alten Lehrern ist heute keiner mehr an der KGS.

Viele Eltern entscheiden sich wegen des integrativen Ansatzes in den ersten drei Jahren bewusst für die Wennigser KGS. In den Jahrgängen fünf bis sieben werden die Jugendlichen im Klassenverbund Schulzweig-übergreifend unterrichtet. Nur in den Hauptfächern Deutsch, Mathe und Englisch gibt es ein Kurssystem, in das die Schüler je nach Begabung eingestuft werden.

Der Vorteil: Die Schüler werden nach ihren Stärken unterrichtet. Ein Hauptschüler kann beispielsweise in Mathe, wenn er darin besonders gut ist, sogar im Gymnasialkurs  mitmachen. "Gerade dieses System hat unsere Schule so weit nach vorne gebracht", sagt Schlesinger.

Mit diesem hohen Maß an Durchlässigkeit und Individualität hätten die Kinder Zeit, sich zu entwickeln. Tolles Beispiel: Becker-Kniep erinnert sich an einen Russlanddeutschen, der anfangs kein Wort deutsch sprach. Der Junge schaffte auf der Hauptschule den erweiterten Abschluss und kniete sich so rein, dass er dann am Hannah-Arendt-Gymnasium in Barsinghausen sogar das Abitur machte.

Die Wennigser KGS ist ihrer Linie immer treu geblieben. Als das Abitur nach acht Jahren eingeführt wurde, machte die Sophie-Scholl-Gesamtschule nicht mit und blieb bei G9. Dass die Schüler inzwischen sogar in Wennigsen selbst bis hoch zum Abitur gehen können, ohne die Schule nach Klasse zehn wechseln zu müssen, sei der richtige Schritt gewesen. "Schulen mit Abitur sind die Schulen, die angewählt werden", sagt Schlesinger.

Die Wennigser KGS feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Das Programm: Der Festakt beginnt am Freitag, 9. Oktober, um 14 Uhr im neuen Forum der Schule - allerdings nur für geladene Gäste. Einen Tag später, am Sonnabend, 10. Oktober, steigt dann ein Schulfest für alle von 12 bis 15 Uhr mit viel Spiel und Spaß. Alle Klassen beteiligen sich mit Ständen und Aktionen draußen und in der Schule. Auch die Sporthalle wird bei der Veranstaltung genutzt. Die Band Get Set mit ehemaligen Schülern und Lehrern macht Musik.

Von Jennifer Krebs

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