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Mehrere Wolfs-Sichtungen im Süden der Region

Steinkrug/Ingeln-Osselse Mehrere Wolfs-Sichtungen im Süden der Region

Am Osterwochenende sind im Süden der Region gleich mehrere Wolfs-Sichtungen gemeldet worden. Am Ostersonntag sahen vier Augenzeugen einen Wolf, der in der Nähe von Steinkrug unter anderem die B217 überquerte. Am Ostermontag wurde ein Wolf weiter östlich zwischen Ingeln-Oesselse und Hotteln gesehen.

Steinkrug/Ingeln-Oesselse. Bei Ralf Schickhaus, dem Betriebsleiter der Kniggeschen Forstverwaltung, sind mittlerweile bereits vier Sichtungen in der Nähe von Steinkrug eingegangen. „Es gibt vier unterschiedliche Quellen, die den Wolf innerhalb eines plausiblen Zeitraums gesehen haben wollen“, sagt Schickhaus, dem sogar zwei Fotos vorliegen. „Den Bildern nach handelt es sich auf jeden Fall um einen Wolf, vermutlich ist es ein junges, männliches Tier, das durch diese Gegend streift“, vermutet der Förster.

An mehreren Orten der Region Hannover ist an Ostern 2017 ein Wolf gesehen worden.

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Er hat bereits Nina Graupner informiert, die Wolfsbeauftragte der Region Hannover. Unter anderem sei der Wolf an der Bundesstraße 217 zwischen Völksen und Steinkrug gesichtet worden. „Bislang hatten wir zwar schon Risse, bei denen wir vermutet haben, dass sie von einem Wolf stammen“, sagte Schickhaus. „Aber einen Beweis haben wir bislang nicht.“

Möglicherweise zog der Wolf in westlicher Richtung weiter. Am Sonntag meldete ein Busfahrer, er habe nahe der Bundesstraße 3 zwischen Pattensen und Arnum einen Wolf gesehen. Am Ostermontag soll auch weiter westlich zwischen Ingeln-Oesselse und Hotteln ein Wolf gesehen worden sein. Da männliche Einzelgänger pro Tag Strecken zwischen 30 und 50 Kilometer zurücklegen können, ist es laut Schickhaus durchaus möglich, dass es sich dabei um den selben Wolf handelt. Allerdings ist wurde diese Sichtung bislang noch nicht offiziell bestätigt.

Seit Ostermontag kursieren mehrere 
Handyfotos von Autofahrern in den sozialen Netzwerken, die einen Wolf zeigen sollen, der am Montagvormittag auf einem Feld bei Ingeln steht und der direkt vor Autos über die Landesstraße zwischen Müllingen und Hotteln läuft. Die Nachricht habe sich im Dorf schnell verbreitet, sagte Ortsbürgermeister Heinrich Hennies, der nüchtern bemerkt: „Der Wolf sucht immer wieder neue Gebiete, weil er sich aus anderen verdrängt fühlt. Jetzt sind wir dran. Ich jedenfalls habe keine Angst.“

Allerdings gingen bislang weder bei der Polizei noch bei der Wolfsbeauftragten der Region, Nina Graupner, bis zum Nachmittag Wolfsmeldungen aus Ingeln ein. Nach Vorlage der Bilder äußerte sich Graupner zurückhaltend: Die Fotos zeigten nicht eindeutig, ob es sich um einen Wolf oder einen Hund handelt. Wichtige Merkmale sind die Proportionen der Ohren und Fell in den Ohren, die Schulterhöhe von 55 bis 90 Zentimeter, ein graubraunes Fell mit heller Zeichnung, fast weißer Schnauzenseite, hellen Schulterflecken und Wangen sowie meist hängender Schwanzhaltung.

Von Astrid Köhler und Björn Franz

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