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Bilder versüßen die Wartezeit im Amtsgericht

Wennigsen Bilder versüßen die Wartezeit im Amtsgericht

Im Amtsgericht von Wennigsen wurde erstmals eine Ausstellung eröffnet. Die Künstlerin Brunhilde Jüttner ist gleichzeitig auch Angestellte des Gerichts. Passend zu ihrem Abschied nach mehr als 30 Jahren ist die Ausstellung der passende Einstieg für ein neues Projekt.

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Direktor Michael Gerdes, Künstlerin Brunhilde Jüttner (Mitte) und Richterin Bettina Böhm vor Bildern der Ausstellung im Amstgericht.

Quelle: Johanna Kruse

Wennigsen. Besucher des Amtsgerichts Wennigsen können sich die Wartezeit vor den Sitzungssälen ab jetzt mit Kunst versüßen. Seit Freitagmittag ist dort eine Ausstellung mit Aquarellen von Jüttner zu sehen. 23 Bilder hat die Hobbykünstlerin dazu beigesteuert. Die Kunstwerke, die in den vergangenen drei bis vier Jahren entstanden sind, zeigen vor allem Gegenstände und Landschaften, darunter auch viele Motive aus Hannovers Altstadt.

Die Ausstellung soll die erste von vielen sein. "Wir möchten den Publikumsbereich auflockern, und gleichzeitig bekommen lokale Künstler die Chance, ihre Bilder auszustellen", erklärt Direktor Michael Gerdes am Freitag.

Doch die neue Ausstellung war nicht der einzige Anlass für die Feierlichkeit. Die Künstlerin verlässt nach 30 Jahren als Angestellte zum Ende des Jahres das Amtsgericht. "Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagt Jüttner. "Die Arbeit hier war stets geprägt von Hilfsbereitschaft und Toleranz. Da ist die Ausstellung ein schöner Abschluss."

Bis April werden ihre Kunstwerke im Amtsgericht zu sehen sein. Danach soll eine andere Ausstellung folgen. "Bei der Auswahl sind wir offen für alles. Die Kollegen in Nienburg arbeiten zum Beispiel auch mit Kunstleistungskursen von Schulen zusammen. Das ziehen wir auch in Erwägung, da entstehen tolle Arbeiten", erklärt Gerdes, der darauf hinweist, dass viele Bilder auch käuflich erworben werden können. "Das wäre doch zum Beispiel ein tolles Weihnachtsgeschenk."

Die Organisation der Ausstellungen übernimmt die Richterin Bettina Böhm, die das Projekt auch ins Leben gerufen hat. "Ich habe so etwas schon im Gericht in Springe organisiert, deshalb wollte ich das hier auch einführen", sagt die Richterin. Interessierte Künstler können sich über das Amtsgericht an Böhm wenden,  um sich für kommende Ausstellungen zu bewerben.

Von Johanna Kruse

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