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Grundschüler spüren versteckte Stromfresser auf

Bredenbeck Grundschüler spüren versteckte Stromfresser auf

Schluss mit unnötiger Stromverschwendung: Das Energieteam der Grundschule Bredenbeck hat sich auf dem gesamten Schulgelände auf die Suche nach sogenannten Stromfresser begeben. Versteckten Energieverbrauch auszuschalten, ist Bestandteil eines gemeinsamen Klimaschutzprojektes mit der Gemeinde und der Region Hannover.

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Einsparberaterin Christine Pfülb (hinten) begibt sich mit dem Energie-Team der Grundschule im Heizungsraum auf die Suche nach Stromfressern.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Mit einer Tüte voll Wasser Stromverschwendung entlarven? Wie soll das denn funktionieren? Die Drittklässler Joshua und Hannah können das inzwischen genau so gut erklären wie die Viertklässler Tjark und Tom. Die vier Schüler sind von ihren Klassen ausgewählt worden, um mit Energieeinsparberaterin Christine Pfülb alle Schulgebäude genau unter die Lupe zu nehmen. Gleich zu Beginn ihres Rundganges ist der erste Stromfresser mit einer Messtüte schnell entlarvt: "Aus dem Wasserhahn fließen hochgerechnet pro Minute und voll aufgedreht 16 Liter - mehr als nötig", sagt Pfülb.

Was das mit unnötigem Energieverbrauch zu tun hat? "Trinkwasser ist eine Ressource und muss aufbereitet werden", sagt Pfülb. Deshalb sei es stromsparend, einen Wasserstrahlregler einzubauen, der mit Luftzumischung den Verbrauch auf etwa neun Liter reduziere. Die achtjährige Hannah hat einen Alternativvorschlag. "Den Hahn nie voll aufdrehen", sagt sie Keck.

Stromfresser ausschalten und Wege finden, mit weniger Verbrauch die Umwelt zu schützen: An der Grundschule ist das der Auftakt eines dreijährigen Projekts mit mehreren Aktionen - in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Klimaschutzagentur, finanziert über eine Förderung des Umweltministeriums. Ziel ist es auch, bei Kindern frühzeitig den bewussten Umgang mit Energie zu fördern. "Deshalb sollen die vier Sachkunde-Experten aus den Klassen die Erkenntnisse an ihre Mitschüler weiter geben", sagt die kommissarische Schulleiterin Tatjana Seidensticker.Die Einsparmöglichkeiten sollen möglichst umgesetzt werden. "Die Investitionen rechnen sich, das ist für die Gemeinde von Interesse", betont Seidensticker.

Schulhausmeister Michael Hettig gehört auch zum Energieteam - und er stimmt dem Einsparnutzen zu. Beim Rundgang ist im Heizungsraum eine Umwälzpumpe als Stromfresser entlarvt worden. "Mit einer hocheffizienten Pumpe wird viel Strom gespart, und die Kosten von rund 800 Euro sind nach zwei Jahren wieder drinn", sagt er.

Nach etwa einer Stunde hat das Team mit einem Messgerät in den Klassenräumen zwar keine unnötig hellen Lampen entdeckt. In der Schulküche verbraucht aber die Standbye-Funktion der Mikrowelle ohne Nutzen Strom. Tjark weiß jetzt auch, wann der Wasserkocher ein Stromfresser ist: "Nur bei kleineren Mengen ist das Gerät günstiger als eine Herdplatte", hat ihm die Expertin verraten.

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