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Gemeinde prüft Tempo 30 an Kitas und Schulen

Wennigsen Gemeinde prüft Tempo 30 an Kitas und Schulen

Durch eine Gesetzesänderung könnten vor mehreren Kitas und Schulen in der Gemeinde Tempo-30-Zonen eingeführt werden. Über die betroffenen Straßen hat der Verkehrsausschuss diskutiert. Im Juni wird der Verwaltungsausschuss darüber entscheiden, wo die Regelung tatsächlich durchgeführt wird.

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Die Sophie-Scholl-Schule, die Freie Waldorfschule Sorsum und der Kinderhort Wennigsen gehören zu den betroffenen Institutionen.

Quelle: Johanna Kruse

Wennigsen. Auf einen Schlag könnte es bald mehrere neue Tempo-30-Zonen im Gemeindegebiet geben. Durch eine Änderung in der Straßenverkehrsordnung, die im November 2016 erlassen wurde, können nun auch ohne konkrete Gefahrenlage innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 Stundenkilometern vor Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen erlassen werden. Diese sollen streckenbezogen sein und können auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen eingerichtet werden. 

Die Gesetzesänderung betrifft auch die Gemeinde Wennigsen. Der Ausschuss für Feuerschutz und öffentliche Ordnung, Mobilität und Digitales beriet bei seiner jüngsten Sitzung über mögliche betroffene Stellen in der Gemeinde. Zu den Einrichtungen, vor denen bald Tempo 30 herrschen könnte, gehören die Sophie-Scholl-Gesamtschule, die Freie Waldorfschule Sorsum, die DRK-Kindertagesstätte in Bredenbeck, die Märker Strolche in der Wennigser Mark, die Kindertagesstätte Nimmerland in Holtensen und der Kinderhort Wennigsen.

Für Sorsum könnte das Tempolimit der erhoffte Segen sein. Der Ortsrat versucht schon seit Jahren, eine Geschwindigkeitsregulierung an der Weetzener Straße durchzusetzen. Die Verkehrsbehörde lehnte dies bislang aber ab, da keine konkrete Gefahrenlage bestand. Mit der Änderung ist diese für eine Regulierung nicht mehr notwendig.

An der Sophie-Scholl-Schule ist die Lage schon kritischer. Da die Schule weiter abseits der Argestorfer Straße und der Wiesenstraße liegt, muss überprüft werden, ob sie ebenfalls von der Regelung betroffen ist. "Man sollte bedenken, dass die Gefahr bei der Zuwegung liegt, also wenn die Schüler kommen und gehen. Nicht, wenn sie sicher im Klassenzimmer sitzen. Und der Zugang zu der Schule verläuft nun mal über diese Straßen", bemerkte Ausschussmitglied Joachim Batke von der CDU. "Gerade die Argestorfer Straße birgt ein hohes Gefahrenpotenzial."

Der stellvertretenden Bürgermeisterin der Gemeinde, Marianne Kügler, ist vor allem die Sicherung der Ampel vor der Kita in Bredenbeck wichtig. "Sollte durch das Tempolimit die Ampel abgeschafft werden müssen, würde ich lieber darauf verzichten und die Ampel behalten, denn die ist wichtig. Dort überqueren auch viele Rentner die Straße, die ohne Schwierigkeiten hätten", erklärte die CDU-Politikerin.

Bevor die Temporegulierungen aber feststehen, müssen diese noch von den betroffenen Ortsräten besprochen werden. Die Ortsräte von Bredenbeck und der Wennigser Mark haben sich bereits für das Tempolimit ausgesprochen. Am 13. Juni wird dann der Verwaltungsausschuss der Gemeinde über die Regulierungen entscheiden.

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Von Johanna Kruse

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