Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Kaum Chancen für neues Tempolimit in Sorsum

Sorsum Kaum Chancen für neues Tempolimit in Sorsum

Wenig Aussicht auf Erfolg: Auf der Weetzener Straße in Sorsum werden wohl keine neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen für Autofahrer eingeführt. Messungen haben ergeben, dass dort nur in Ausnahmefällen zu schnell gefahren wird. Die vom Ortsrat beantragte Temporeduzierung ist damit vermutlich vorerst vom Tisch.

Voriger Artikel
Im Kreativ-Café wird am Jahrestag nicht genäht
Nächster Artikel
Scheiben am Jugendhaus beschädigt

Nur vereinzelt Raser: Auf der Ortsdurchfahrt in Sorsum kommt es den Messergebnissen der Gemeinde zufolge nur äußerst selten zu Verstößen von Autofahrern gegen das vorgeschriebene Tempo-50-Limit.

Quelle: Ingo Rodriguez

Sorsum. Es war einer der sehnlichsten Wünsche des Ortsrates und der Anwohner für das neue Jahr: Nur noch höchstens Tempo 70 von der Bundesstraßenabfahrt bis zur Sorsumer Mühle, dann kurz vor dem Ortseingangsschild schon Tempo 50 und im Dorf maximal Tempo 30. Für die bei der Region Hannover als zuständige Verkehrsbehörde beantragte abschnittsweise herab gesetzte Höchstgeschwindigkeit besteht aber kaum Hoffnung. Es gilt als sicher: Auf der Ortsdurchfahrt bleibt es bei Tempo 50, außerorts in Richtung Evestorf bei Tempo 100 .

"Bei Geschwindigkeitskontrollen der Gemeinde haben von insgesamt 654 Autofahrern nur fünf gegen die Tempovorgaben verstoßen", sagt Ortsbürgermeister Rainer Müller-Nolting. Das erstaunliche Endergebnis der Auswertung: "Nur 0,73 Prozent aller kontrollierten Verkehrsteilnehmer fahren zu schnell", gibt der Ortsbürgermeister den Bericht der Gemeinde wider. Weil auch der Region diese Werte übermittelt werden, ist eine offizielle Antragsablehnung vermutlich nur noch reine Formsache.

Müller-Nolting und seine Mitstreiter aus dem Ortsrat halten die Statistik jedoch nicht für repräsentativ. "Wir wissen alle, dass das ein Witz ist", hatte Müller-Nolting schon beim Neujahrsempfang vor wenigen Tagen die Messergebnisse kommentiert. Die Gemeinde habe mit ihrem Radargerät jeweils im Februar, August und September an mehreren Stellen morgens und nachmittags zu Stoßzeiten den fließenden Verkehr überwacht: mitten im Ort nahe der Kapelle und in Höhe der Wohnbebauung hinter dem Ortsausgang in Richtung Evestorf. Die erstaunlichen Ergebnisse seien ihm im Dezember mitgeteilt worden, sagt der Ortsbürgermeister zerknirscht. In seiner Enttäuschung hält er sogar den Messwagen der Gemeinde für zu auffällig.

Müller-Nolting ist weiterhin der Meinung, dass auf der gesamten Strecke der Weetzener Straße immer wieder Raser die Sicherheit der Anwohner gefährden. Das hatte er auch in einer vierseitigen Begründung für die beantragten Tempolimits aufgeführt. "Wegen Raserei gab es schon Unfälle in der Kurve am Ortseingang, und vor der Kapelle hat ein Auto sogar den Schaukasten umgefahren", wiederholt der Ortsbürgermeister zwei Argumente.

Nahe der Kapelle weist der Ortsrat auch weiterhin mit seiner eigenen elektrischen Tempoanzeige Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit hin. Und regelmäßig signalisiert das Gerät per Smiley auch Tempoverstöße. Für Müller-Nolting ist der Fall deshalb vor einer offiziellen Anlehnung längst noch nicht abgehakt. "Wegen der Waldorfschüler und der Anwohner bleibt Tempo 30 im Dorf unser Wunsch."

doc6o3a8jmfv6rfkm2jilt

Fotostrecke Wennigsen: Kaum Chancen für neues Tempolimit in Sorsum

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6so9mwbae3n1kwrhk11q
VVV fordert Pflegekonzept

Fotostrecke Wennigsen: VVV fordert Pflegekonzept

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de