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Eröffnung der Straße löst Freudentänze aus

Wennigsen Eröffnung der Straße löst Freudentänze aus

Große Freude über die neue Straße: Gut ein Jahr nach der Eröffnung der Seniorenwohnanlage Graubunt ist nun auch der ausgebaute Heinz-Berndt-Weg entlang des Grundstücks mit einer feierlichen Zeremonie offiziell freigegeben worden. Nach dem Festakt herrschte bei einem Straßenfest ausgelassene Stimmung.

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Ausgelassene Stimmung: Die Anwohner des Seniorenwohnprojekts Graubunt animieren die Besucher und Ehrengäste nach der Straßeneröffnung zu einer Polonaise mit einstudierten Freudentanz.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Abgesprochen war es nicht. Aber Wennigsens ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Kügler hatte offenbar eine Vorahnung. Als sie unmittelbar vor der offiziellen Straßenfreigabe und dem symbolischen Durchschneiden des Flatterbandes zu den Bewohnern der angrenzenden Seniorenwohnanlage sprach, zollte sie den Anwohnern der Eigentümergemeinschaft für ihr Durchhaltevermögen zunächst Respekt: „Es ist schön, dass sie endlich auch bei Regen trockenen Fußes heim kommen und nicht mehr durch Matsch laufen müssen“, sagte Kügler – und fügte hinzu: „Ich bin gespannt, was sie als nächstes in Wennigsen in Bewegung bringen.“

Lange rätseln mussten Kügler und rund 50 Beobachter der Zeremonie aber nicht. In Bewegung bringen? Kügler hatte gerade das Band durchschnitten, da nahmen sie die Senioren an die Hand und animierten alle Gäste zu einer gemeinsamen Polonaise – die sich bei lauter Musik allmählich zu einem Freudentanz entwickelte.

Natürlich hatten die Senioren des Vereins „Graue Haare – buntes Leben“ die Aktion vorbereitet – genau wie das Straßenfest vor ihrer Wohnanlage. Einen Grund zum Tanzen und Feiern gab es für die 31 Bewohner allemal. Die Geschichte des Seniorenwohnprojekts Graubunt ist mit der Straßeneröffnung um ein weiteres Kapitel reicher. Vor zehn Jahren hatten sich die Initiatoren überlegt, gemeinsam alt zu werden. Und im vergangenem war schließlich auf einem rund 5000 Quadratmeter großen Erbpachtgrundstück am Heinz-Berndt-Weg für rund 4,2 Millionen Euro ein moderner Komplex mit 26 barrierefreien Eigentumswohnungen, Gemeinschaftsraum, Werkstatt und großem Garten entstanden.

Doch bis zum Ausbau des zuvor unbefestigten Heinz-Berndt-Wegs war es ein beschwerlicher Akt. Monatelang hatten Kommunalpolitiker über die Umgestaltung diskutiert: Die Strecke sollte breit genug für Rettungsfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen sein. Andererseits sollte es genug Platz auf dem Gehweg geben – für Senioren, die sich mit Rollatoren begegnen. Erst nachträglich wurde auch der Wunsch erfüllt, eine dritte Straßenlaterne aufzustellen. Außerdem hatten die benachbarten Kleingärtner auf der gegenüberliegenden Straßenseite jahrelang über die Grenzen ihrer Parzellen hinaus einen vier Meter breiten Grundstücksstreifen der Gemeinde als Gartenfläche mitgenutzt. Wegen des Straßenausbaus mussten sie die Flächen räumen. Von den Gesamtkosten des Straßenausbaus in Höhe von rund 200 000 Euro fiel schließlich ein Großteil auf die Senioren – als Anlieger mit dem größten angrenzenden Grundstück.

Spätestens beim Anschneiden des liebevoll gestalteten Eröffnungskuchens dachte daran niemand mehr. „Den hat meine Enkeltochter Anna-Lina gebacken“, sagte Beate Paffrath-Müller vom Wohnprojekt Graubunt.

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