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Gensungshilfe ist ein familiäres Vermächtnis

Wennigsen Gensungshilfe ist ein familiäres Vermächtnis

Am alten Mühlstein werden Menschen gut behandelt: Das können seit mehreren Generationen die Patienten der Arztpraxis Müller bestätigen. Seit 56 Jahren schon tragen Mediziner der Familie auf dem Grundstück der abgerissenen Klostermühle zur Genesung kranker Wennigser bei. Eröffnet wurde die Praxis aber schon vor 70 Jahren.

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Familienbetrieb mit Tradition: Dirk und Gabriele Müller zeigen vor der Praxis auf dem Gelände der alten Klostermühle (siehe Bildergalerie) das 70 Jahre alte Schild mit dem Hinweis auf die ursprüngliche Praxisübernahme.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Im Keller haben es die beiden Mediziner Dirk und Gabriele Müller gefunden: Das alte Schild mit dem Hinweis auf die Eröffnung – auf den Tag genau vor 70 Jahren, in einem Haus an der Bahnhofstraße. „Mein Vater Hans war 1946 aus der Kriegsgefangenschaft gekommen und hat die Praxis des gestorbenen Doktors August Voges übernommen“, erzählt Sohn Dirk – damals vier Jahre alt.

Müller erinnert sich gut an die weitere Historie: 1950 Umzug der Familie mit Praxis in Klosterräume. „Wo auch das 1943 in Hannover ausgebombte Gesundheitsamt untergebracht war“, sagt er. 1960 dann der Umzug in das neue Haus auf dem Gelände der abgerissenen Klostermühle. Bist heute erinnert an der Fassade der alte Mühlstein an den historischen Standort.

Dort übernahm der inzwischen 73-jährige Müller nach seinem Studium 1981 die Praxis für Allgemeinmedizin – genau wie der Beruf ein Vermächtnis. Sein Vater habe zuvor nach drei gemeinsamen Jahren aus Gesundheitsgründen aufgehört. 1991 stieg Müllers Frau Gabriele, ebenfalls Medizinerin, mit einer Zusatzausbildung für klassische Homöopathie mit ein.

Die 66-Jährige führt die Praxis inzwischen alleine – als Privatpraxis, ihr Mann ist jetzt Rentner. Die beiden Ärzte hatten 2007 ihre kassenärztliche Zulassung zurück gegeben, aber keine Nachfolger für die Kassensitze gefunden. „Trotz privater Abrechnung sind viele Patienten treu geblieben“, sagt Müller. Sie habe jetzt viel mehr Zeit für jeden Patienten. Eine halbe Stunde pro Behandlung – das sei heutzutage nicht üblich. Ans Aufhören denke sie noch nicht.

Und auch ihr Ehemann macht sich in der Praxis noch nützlich: „Als Telefonist und Sprechstundenhilfe“, sagt er augenzwinkernd.

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