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Aufwand für Ferienprogramm steigt spürbar

Wennigsen Aufwand für Ferienprogramm steigt spürbar

Die Jugendpflege der Gemeinde registriert besorgniserregende Trends bei der Organisation von Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche: Die Anzahl ehrenamtlicher Aktionen von Vereinen und Verbänden sinkt spürbar. Außerdem melden Eltern ihre Kinder immer kurzfristiger für die Schulkindbetreuung an.

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Mehr Aufwand, aber trotzdem ein tolles Angebot: Die Jugendpflege der Gemeinde Wennigsen hat für das Sommerferienprogramm auch jetzt wieder attraktive Angebote zusammengestellt – darunter ein Besuch der Kindermühle in Gehrden (Bild links, im Uhrzeigersinn), verschiedene Sportaktionen, ein Erste-Hilfe-Kurs, mehrere Kreativ-Workshops, Freizeiten, spritziger Wasserspaß, Entspannungsaktionen und ausgiebiges Toben.

Quelle: Gemeinde Wennigsen

Wennigsen. Im druckfrischen neuen Sommerferienprogramm gibt es zwar auch jetzt wieder unverändert viele attraktive Angebote. „Aber wir müssen immer mehr Aufwand betreiben, um den Standard zu halten“, sagt Fachbereichsleiterin Barbara Zunker von der Gemeindeverwaltung. Vor allem bereite es zunehmend Mühe, Vereine, ehrenamtliche Privatpersonen, Organisationen, Institutionen und Verbände für eine Beteiligung zu gewinnen.

Hintergrund des Rückgangs der ehrenamtlich angebotenen Aktionen sei offenbar ein starker Rückgang von freiwilligen Helfern. „Bislang hatte es meist ausgereicht, die ehrenamtlichen Anbieter im Januar anzuschreiben – dann trudelten die Angebote schnell nach und nach ein“, sagt Zunker. Inzwischen sei jedoch immer öfter ein mehrfaches Nachhaken notwendig. „Aber dann kommen oft auch viele Absagen, weil den Vereinen wohl die Helfer fehlen“, so Zunker.

Diesen Trend kann die Gemeinde sogar mit Zahlen belegen: Die Anzahl der ehrenamtlich angebotenen Sommerferienaktionen sei von insgesamt 35 im Jahr 2016 auf jetzt 27 gesunken, so Zunker. In diesem Sommer wird die Jugendpflege außerdem nicht mehr von insgesamt 16 Institutionen, sondern nur noch von 13 unterstützt. „Dazu kommen aber jetzt auch noch vier ehrenamtliche Einzelpersonen“, so die Fachbereichleiterin.

Mühe bereitet den Anbietern außerdem auch ein verändertes Anmeldeverhalten. „Wenn eine Aktion in einem Sommer mangels Interesse ausfallen musste, haben die Vereine natürlich auch keine Lust mehr, das wieder anzubieten“, sagt Zunker. Auch die Jugendpflege spürt in diesem Bereich einen neuen gesellschaftlichen Trend: „Viele Eltern wollen sich nicht mehr unnötig früh festlegen und melden ihre Kinder immer später und sehr kurzfristig für die Schulkindbetreuung an“, sagt Zunker. Auch deshalb hat die Gemeinde das Angebot „Ferien ohne Koffer“ – die beliebte verlässliche Betreuung für Schulkinder im Wasserpark – nach nur einem Jahr wieder von sechs auf drei Wochen reduziert.

Hintergrund des zurückgegangenen Betreuungsbedarfes ist laut Zunker aber auch ein geburtenschwacher Jahrgang. Sie weiß aber: „Der Vorlauf für die Anmeldungen wird immer kürzer.“ Derzeit seien selbst bei nur noch drei Wochen Wasserparkbetreuung lediglich 15 bis 21 Kinder pro Tag gemeldet – bei insgesamt 40 verfügbaren Plätzen. Die Gemeinde registriert insgesamt einen deutlichen Rückgang an frühzeitigem und verbindlichem Interesse an allen Angeboten. „Vor zwei oder drei Jahren haben die Eltern und Kinder vor dem Jugendhaus noch Schlange gestanden, um die druckfrischen Programme zu erhalten, aber das hat auch deutlich nachgelassen“, sagt Zunker.

Gleiches gelte für die Schulkindbetreuung. Im Jahr 2013 habe die Gemeinde dieses Angebot wegen des steigenden Bedarfes auch über die Kita-Ferienschließzeiten hinaus auf die zweite Ferienhälfte ausgeweitet. Und erst im vergangenen Jahr sei die Wasserparkbetreuung von drei auf sechs Wochen verlängert worden. „Erfahrungsgemäß waren schon im Februar drei Tage nach Anmeldebeginn für mindestens eine Woche alle jeweils 40 verfügbaren Plätze pro Tag vergeben“, erinnert sich Zunker. Nun aber die Rolle rückwärts: „Jetzt also doch wieder nur noch drei Wochen Ferien ohne Koffer im Wasserpark“, nennt Zunker ein weiteres Mal die bedarfsorientierte Maßnahme. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde noch zum zehnjährigen Bestehens der Ferienbetreuung im Wasserpark einen regelrechten Boom erlebt.

Sommerferienprogramm
 bietet viel Abwechslung

Das neue Ferienprogramm ist da: Damit in den Sommerferien keine Langeweile aufkommt, hat das Team der Jugendpflege ein abwechslungsreiches Angebot mit rund 80 Veranstaltungen zusammengestellt. Die Liste der Aktionen ist lang: Actionpainting, Besuch der HDI-Arena und der Kindermühle, Bogenschießen, Bücherflohmarkt, Erste-Hilfe-Kurs, Frühstück mit dem Bürgermeister, Geocachen, Handball, Karate, Lichtpunktschießen, Musik machen, Töpfern, Kochen – das sind nur einige der Angebote, an denen Kinder und Jugendliche teilnehmen können.

Neben Ausflügen und Entdeckungsreisen sowie Sport- und Kreativangeboten steht aber jetzt auch wieder die beliebte Schulkinderbetreuung „Ferien ohne Koffer“ im Wasserpark auf dem Programm. Außerdem werden erneut das Mädchen-Aktions-Camp, die Kinderfreizeit in den Finnhütten und ab dem 17. Juli der Kunterbunte Spielespaß am Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bredenbeck angeboten.

Unterstützt wird das Team der Jugendpflege wie schon in den Vorjahren von zahlreichen Vereinen und Verbänden, Privatpersonen und ehrenamtlichen Helfern. Das gedruckte Sommerferienprogramm gibt es ab sofort für 1 Euro pro Stück im Büro der Jugendpflege, im Bürgerbüro des Rathauses, an allen Wennigser Schulen, in den Gemeindebüchereien, im Wasserpark und in der Buchhandlung „Das Buch“.

Kostenlos kann die Broschüre im Internet auf www.jugendpflege-wennigsen.de heruntergeladen werden. Anmeldungen sind im Jugendhaus Wennigsen möglich. Und zwar am Freitag, 2. Juni, von 17 bis 18.30 Uhr und ab Donnerstag, 8. Juni, dienstags, donnerstags und freitags von 16 bis 18 Uhr. Außerdem werden Anmeldungen ab Ferienbeginn montags bis freitags zwischen 14 und 15 Uhr entgegen genommen. Anmeldungen zu den „Ferien ohne Koffer“, zum Mädchen-Aktions-Camp und zur Kinderfreizeit in den Finnhütten sind bereits jetzt möglich.

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Von Redakteur Ingo Rodriguez

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