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Ausbaubeiträge: Bredenbecker drohen mit Klage

Wennigsen Ausbaubeiträge: Bredenbecker drohen mit Klage

Die Straßenausbaubeiträge regen die Leute auf. In Wennigsen wird zurzeit die Gartenstraße ausgebaut – und die Anlieger sollen zahlen. An der Lübecker Straße in Argestorf ist es ähnlich. "Es rumort überall", sagt Christa Putzig aus Bredenbeck. Sie würde sich bis aufs Äußerste gegen solche Baubeiträge wehren.

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Viele Schlaglöcher: Seit 1963 wird die Tulpenstraße in Bredenbeck immer nur notdürftig geflickt.

Quelle: Jennifer Krebs

Bredenbeck. Christa Putzig wohnt schon immer an der Tulpenstraße. Das Haus ist ihr Elternhaus, gebaut 1946. "Wir wohnen in einer sogenannten Wohnstraße", sagt die 63-jährige Bredenbeckerin. So zumindest sei die Tulpenstraße in den Jahren 1962 und 1963, als sie wie die anderen Straßen in dem Wohngebiet unterhalb der Grundschule erschlossen wurde, bewertet und abgerechnet worden. Putzig hat alle alten Unterlagen aufgehoben. Die Abrechnung mit den Anliegern erfolgte damals nach laufenden Metern der Straßenfront, überbaubarer Grundstücksfläche und zulässiger Geschosshöhe. Das waren für Kanalisation und Straßenausbau umgerechnet etwa 2500 Euro. Hinzu kam eine einmalige Anschlussgebühr an die örtliche Entwässerungsanlage. 1977 wurden "wir erneut für die Herstellung von Schmutz- und Regenwasserkontrollschächten herangezogen", zählt Putzig auf. 1988 verlegte die Gemeinde dann die Straßenbeleuchtung auf die andere Straßenseite - und die Anwohner mussten wieder zahlen.

"Irgendwann ist mal Schluss", sagt Putzig und wird deutlich: "Sollte die Tulpenstraße auf kurz oder lang zu einem totalen Sanierungsfall werden, werden wir uns bis aufs Äußerste dagegen wehren, auch nur einen Euro an die Gemeinde für eine Grundsanierung zu entrichten." Heißt: Das  Ehepaar Putzig würde klagen. Dem Barsinghäuser Verein für gerechte Kommunalabgaben haben sich die Bredenbecker schon angeschlossen.

Was Christa Putzig besonders ärgert: Seit 1963 hat die Gemeinde nichts an der Tulpenstraße gemacht. 90 Prozent der Anlieger hätten in den vergangenen 30 Jahren ihre Hofeinfahrten auf eigene Kosten neu verlegen lassen. "Die Straße und die Fußwege sind in einem derart desolaten Zustand. Die Gemeinde betreibt lediglich etwa dreimal im Jahr mit Teer, Sand und Schaufel eine Flickschusterei der Schlaglöcher", sagt Putzig.

Die Zuordnung der Straßen in bestimmte Kategorien hält Putzig für kaum noch adäquat. Die Tulpenstraße sei bei weitem keine reine Wohnstraße, sondern eher eine "Schulweg-Rennstrecke", sagt Putzig. Sie hat sich morgens die Mühe gemacht und zwischen 7 und 8 Uhr alle Fahrzeuge gezählt. 60 Autos waren es in dieser einen Stunde in der Tulpenstraße. Mittags das gleiche. Denn die Schulstraße würde wegen der Aufpflasterung so gut wie gar nicht genutzt.

Von Jennifer Krebs

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