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Zurück in der Heimat: Takis Würger

Wennigsen Zurück in der Heimat: Takis Würger

Vor etlichen Jahren war Takis Würger als Schüler an der KGS Wennigsen - und zwar als ziemlich fauler Schüler, wie er gesteht. Inzwischen lebt der Journalist in Hamburg, kam aber für die Vorstellung seines neuen Buches "Der Club" wieder in die alte Heimat und gab dabei einige Erinnerungen preis.

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Der Autor, der in Wennigsen aufgewachsen ist, kommt gerne zurück in seine alte Schule.

Quelle: Johanna Kruse

Wennigsen. "Im südlichen Niedersachsen liegt ein Wald - der Deister". Was nach Lehrbuchaufsatz klingt, ist der erste Satz des Debütromans von Takis Würger. Der Journalist lebt in Hamburg - aufgewachsen ist er aber in Wennigsen. "Als ich diesen Satz geschrieben habe, habe ich gehofft, den irgendwann mal hier lesen zu dürfen. Deshalb geht für mich heute ein Traum in Erfüllung", sagt Würger. 

Auf der Bühne der Schulaula hat der ehemalige KGS-Schüler jetzt aus seinem neuen Buch "Der Club" vorgelesen. "Kaum vorstellbar, dass ich genau hier auf der Bühne stand und den Melchior in Wedekinds 'Frühlingserwachen' gespielt habe", verrät er. Doch auch andere Erinnerungen an seine Schulzeit in Wennigsen kommen bei dem Journalisten wieder hoch. "Ich kann mich erinnern, dass es damals schon genau so wie jetzt gerochen hat in diesem Raum", sagt er lachend.

Damals sei er eher ein schlechter Schüler gewesen - vor allem faul. "Das war eine gute Zeit. Weil ich so ein fauler Hund war, habe ich für die Schule nichts gemacht, aber mit meinen Freunden hatte ich eine Menge Spaß", sagt der 31-Jährige grinsend. Schon lange lebt Würger nicht mehr in der Gemeinde. Nach dem Abgang von der KGS, machte er in Hannover sein Abitur und verließ die Region dann endgültig. Obwohl die Besuche in der Gemeinde eher rar sind, packt ihn jedes Mal das Heimatsgefühl, sobald er nach Wennigsen kommt. "Wenn die S-Bahn in Wennigsen einfährt, ist das schon ein sehr wohliges Gefühl. An jedem Kiesel hier hängt eine Erinnerung", sagte Würger.

Würgers Vater lebt noch in Wennigsen. Die meisten Freunde und Bekannte sind aber mittlerweile auch weggezogen. Trotzdem gibt es am Abend der Lesung viele Wiedersehen. "Es ist schön ein paar Leute wiederzusehen, die man mit der Zeit aus den Augen verloren hat", sagte der Journalist und begrüßt eine alte Schulfreundin.

Besonders freute sich auch seine ehemalige Klassenlehrerin, Christiane Wiechmann, über den Besuch des Autors. "Er war immer nett - und ein bisschen chaotisch", sagte sie. "Und wenn er etwas nicht geschafft hat, dann war er immer so clever, so zu tun, als ob er wüsste, wovon wir sprechen", fügt Wiechmann lächelnd hinzu. An Würger gerichtet bemerkte sie: "Ich weiß noch, dass du damals nie die Lektüre gelesen hast."

Der Buchautor, der als Schüler keine Lektüre lesen wollte, hatte an diesem Abend natürlich auch einen - nicht ganz ernst gemeinten - Rat für alle "zwangsverpflichteten" Schüler. "Ihr seht: Wenn ihr furchtbare Schüler seid - macht genau weiter so", sagte er lachend.

Zur Person: Takis Würger

Takis Würger wurde 1985 in Hohenhameln geboren. Nach seiner Schulzeit in Wennigsen und Hannover volontierte er bei der Münchener Abendzeitung und wechselte später zum Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", für das er noch immer arbeitet. Würger erhielt mehrere Journalistenpreise, darunter den Deutschen Reporterpreis. Sein Roman-Debüt "Der Club" handelt von geheimen Studentenclubs an der britischen Eliteuniversität Cambridge, an der er selbst auch studierte. Das Buch wurde beim Literaturfestival in Köln mit dem Silberschweinpreis ausgezeichnet.

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Von Johanna Kruse

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