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Bäume sind zu dicht an der Straße

Wennigsen Bäume sind zu dicht an der Straße

In der Debatte um die Kastanien an der Hülsebrinkstraße zeichnet sich die Tendenz ab, abgesägte Bäume nicht an gleicher Stelle zu ersetzen. Politik und Verwaltung erwägen, eine neue Baumreihe an der anderen Straßenseite zu pflanzen.

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Wie geht es weiter an der Kastanienallee? Mitglieder des Umweltausschusses, des Ortsrates und Vertreter der Verwaltung treffen sich zur Besichtigung.Lasser

Quelle: Robert Lasser

Wennigsen. Die überwiegend rund 100 Jahre alten Kastanien zwischen der Ortschaft und der Siedlung Waldkater sind ortsbildprägend und erhaltenswert. Da sind sich Wennigser Politiker und Verwaltung einig. „Aber ihre Zeit ist langsam abgelaufen“, meinen sowohl Ortsbürgermeister Franz Blazek (CDU) als auch Jürgen Reinecke, Umweltfachmann in der Gemeindeverwaltung.

Einige Kastanien hätten angebrochene Äste und kaputte Kronen, erläuterte Reinecke den Mitgliedern des Umweltausschusses und des Ortsrates bei einer Besichtigung. Es gebe derzeit neun Pflegefälle. „Da müssen wir in den nächsten Jahren etwas tun“, sagte Reinecke.

Ein Absägen von Kastanien sei derzeit nicht geplant, die Verwaltung kontrolliere die Bäume und gewährleiste die Verkehrssicherungspflicht. „Ohne Not wird keine Kastanie gefällt“, betonte Rei-necke. Das Problem sei, dass Faulstellen im Kronenbereich nur schwer zu ermitteln seien. Die Frage ist, was passieren soll, wenn demnächst weitere der sehr dicht an der Straße stehenden Bäume gefällt werden.

Da einige Wurzeln sowohl die Straße als auch den Fußweg beschädigen, will der Ausschussvorsitzende Eike Werner (CDU) prüfen lassen, ob es nicht besser ist, Weg und Baumreihe auf die andere Seite der Straße zu verlegen. Auch Klaus Kropp, Vorsitzender der SPD-Fraktion, sagte, es sei ein Weg erforderlich, der von Älteren mit Rollator genutzt werden könne.

Gerhard Krick vom Naturschutzbund sprach sich ebenfalls dafür aus, Weg und Baumreihe zu verlegen. Er wies allerdings darauf hin, dass dafür Land von Bauern erworben werden müsse, um auf der anderen Straßenseite genügend Platz zu haben. Kropp betonte, die Kastanien sollten stehen bleiben, solange es geht. Andererseits machten die Bäume die Straße kaputt. „Wir brauchen von der Verwaltung ein Gesamtkonzept“, forderte er.

Fachbereichsleiter Martin Waßermann kündigte an, die Verwaltung werde mögliche Varianten entwickeln und dazu auch Kosten ermitteln. Das Thema werde sicherlich auch noch einmal in den Fraktionen diskutiert werden, sagte der Ausschussvorsitzende Werner.

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