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Winterdienst: Mitarbeiter im Dauereinsatz

Calenberger Land Winterdienst: Mitarbeiter im Dauereinsatz

Drei Tage Schnee und gestern auch Eisregen haben auf den Straßen im Calenberger Land ihre Spuren hinterlassen. Die Beschäftigten der Baubetriebshöfe sind daher im Winterdienst-Dauereinsatz, um die Unfallgefahr zu verringern.

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Winterdienst auch für private Hauseigentümer: Um 7 Uhr morgens muss der Gehweg geräumt sein.

Quelle: Carsten Fricke

Calenberger Land. „Der Schnee ist schwer und nass“, beschreibt Wennigsens Bauhofleiter Steffen Kohlmorgen die weiße bis dunkelgraue Masse, die er und seine Mitarbeiter seit Sonntag von den Straßen räumen. Trotz des Wintereinbruchs zu Jahresbeginn bleibt er gelassen. „Die Menge hielt sich bisher in Grenzen – da sind wir Schlimmeres gewohnt“, sagt er.
Dennoch hätten die Bauhof-Mitarbeiter viel zu tun gehabt. „Am Sonntag haben wir zwei Schichten gemacht“, erläutert Kohlmorgen. Mit zwei Traktoren hätten sie die gemeindeeigenen Straßen in allen neun Ortschaften mit ihrem drei Meter breiten Schild teils mehrfach geräumt und Salz gestreut. „Wir streuen zehn bis 15 Gramm Salz je Quadratmeter – je nachdem, wie glatt die Straßen sind“, sagt Kohlmorgen.
Die meisten Mitarbeiter seien aber beim Räumen an Bushaltestellen, Fußgängerüberwegen und Zuwegungen zu Schulen und Kindergärten beschäftigt, betont der Bauhofleiter. Ähnlich ist es in Barsinghausen, betont der dortige Fachdienstleiter Bauverwaltung Michael Huschenhöfer. Im Stadtgebiet gebe es allein mehr als 100 Bushaltestellen, an denen der Schnee teils mehrfach geräumt werden musste. „Alle Bauhofmitarbeiter sind daher im Winterdienst-Einsatz“, sagt Huschenhöfer. Für den flächendeckenden Winterdienst auf den Straßen stehen in Barsinghausen sechs Räumfahrzeuge zur Verfügung, eines des Baubetriebshofs und fünf angemietete.
Auch dank des Winterdienstes habe die Polizei bisher keine schwereren Unfälle verzeichnet, sagt Axel Feldmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Polizeikommissariat Ronnenberg. „Die meisten Verkehrsteilnehmer stellen sich auf die Witterungsverhältnisse ein“, erläutert er. Einige würden jedoch angesichts Glätte zu schnell fahren. Die Folge seien mehrere Unfälle mit Blechschäden gewesen. Bislang lägen der Polizei keine Meldungen zu Verletzten, auch nicht auf Grund nicht erfüllter Räumpflicht, vor. Auch das Klinikum Robert Koch verzeichnete bisher kein nennenswertes Aufkommen an Verletzungen aufgrund von Glätte.

Morgens zur Schaufel greifen

Nicht nur die Mitarbeiter der städtischen Bauhöfe müssen Winterdienst leisten. Auch die privaten Haus- und Grundstücksbesitzer haben eine Räumpflicht bei Eis und Schnee auf Gehwegen. Gemeinsame Rad- und Gehwege sind in einer Breite von eineinhalb Metern freizuhalten. Ist kein Gehweg vorhanden, muss ein etwa ein Meter breiter Streifen neben der Fahrbahn geräumt werden. Gestreut werden dürfen nur abstumpfende Mittel wie Granulat und Sand. Streusalz ist nur in Ausnahmefällen, etwa bei extremer Glätte, zulässig. Und: Den Schnee nicht die Gosse fegen. Der Winterdienst muss werktags bis 7 Uhr und am Sonntag und an Feiertagen bis
9 Uhr erledigt werden. Wenn es tagsüber schneit, müssen Hausbesitzer ein weiteres Mal die Schaufel greifen.

Von Carsten Fricke

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