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Besinnliche Momente mit Musik im Mausoleum

Wennigsen Besinnliche Momente mit Musik im Mausoleum

Im Umkreis einmalig: Im über 100 Jahre alten Mausoleum, das ein öffentlicher Andachtsraum auf dem Wennigser Friedhof ist, können die Besucher jetzt besinnliche Momente mit musikalischer Untermalung erleben.

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Wennigsens Tourismus-Chef Henrik Heüveldop (von links), Avacon-Regionalreferent Frank Glaubitz, Friedhofswart Friedrich Noltemeyer und Pastor Carsten Wedemeyer testen die neue Musikanlage im Mausoleum.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Leise klingt das "Air" von Johann Sebastian Bach aus den Lautsprechern. Das Mausoleum ist ein Ort für besinnliche Momente. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) ist Pate für den roten Backsteinbau, der vor über 100 Jahren als Grabstätte für die Sorsumer Familie Meyer erbaut wurde. Der Verein hat es vor einigen Jahren restauriert und dann der Öffentlichkeit übergeben. In den Andachtsraum darf jeder hinein. Hunderte Friedhofsbesucher nutzen jedes Jahr die Möglichkeit, dort eine Kerze anzuzünden, um zu trauern und innezuhalten.

Friedhofswart Friedrich Noltemeyer hatte die Idee mit der Musik im Mausoleum. Mit seiner Frau sei er vor Jahren mal im Park der Gärten in Bad Zwischenahn gewesen, erzählt er. Dort habe es eine Klanginsel zwischen den Rhododendren gegeben. Da sei die Idee entstanden, so etwas ähnliches auch für das Mausoleum auf dem Wennigser Friedhof zu initiieren.

Bis zur Umsetzung dauerte es einige Jahre, auch, weil anfangs nicht alle Verantwortlichen der Kirche hellauf begeistert von dem Vorschlag waren. Noltemeyer überzeugte schließlich und suchte Sponsoren. Der Mini-Computer, über den die Stücke abgespielt werden, steht sicher verschlossen in der Friedhofskapelle. Über ein Lautsprecherkabel kommt die Musik ins Mausoleum - "alter Bau mit neuster Technik", sagt Michael Albrecht vom Friedhofsausschuss der Marien-Petri-Gemeinde.

Im Mausoleum steht eine kleine Säule, stilvoll in Holz gehalten - Holz einer Eiche aus dem Deister, erzählt Noltemeyer am Rande. Über einen Schalter lassen sich die Titel auswählen, allesamt schöne, würdige Kompositionen. Neben Bachs "Air" hat Organistin Barbara von Witzleben für das Mausoleum den langsamen Satz von Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur und Bachs "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ" aus dem Orgelbüchlein ausgesucht. Außerdem gibt es noch klassische Klaviermusik von Mozart, Bach und Beethoven. Mit einem USB-Stick sei es jederzeit möglich, die Auswahl noch zu erweitern, sagt Albrecht. Und wer es nach wie vor lieber still mag in dem Andachtsraum, "drückt einfach nicht auf den Knopf", sagt Noltemeyer. 

Nach 25 Jahren ist Schluss

Friedhofswart Friedrich Noltemeyer (69) hört Ende des Jahres auf. Seit 25 Jahren ist der gelernte Land- und Forstwirt mit der Sorge und Pflege des Wennigser Friedhofes vertraut. Noltemeyer wohnt nebenan, das macht vieles einfacher. Im April gab es einen kleinen Empfang wegen des Jubiläums. "Es fällt mir schon schwer, aufzuhören. Aber es muss halt irgendwann Schluss sein", sagt Noltemeyer. Auch aus Altersgründen.

Das Friedhofsgelände mit den 3500 Gräbern ist knapp vier Hektar groß. Die Klosterkammer will noch in diesem Jahr die Friedhofskapelle sanieren. Die Friedhofsverwaltung ist gerade dabei, eine neue Ruhegemeinschaft Baumesruh zu errichten. 79 Bäume seien auf dem Friedhofsgelände gepflanzt worden, seit er sich darum kümmere, erzählt Noltemeyer. Der Wennigser Friedhof sei schon irgendwie die grüne Lunge von Wennigsen, findet er.

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Fotostrecke Wennigsen: Besinnliche Momente mit Musik im Mausoleum

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Von Redakteur Jennifer Krebs

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