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Am Mühlbach entsteht Biotop mit Wasserbüffeln

Wennigsen/Sorsum Am Mühlbach entsteht Biotop mit Wasserbüffeln

Zwischen Wennigsen und Sorsum soll entlang des Mühlbaches eine etwa 55 000 Quadratmeter große ökologische Ausgleichsfläche für das künftige Neubaugebiet Klostergrund entstehen. Zu dem geplanten Biotop gehören auch ein Regenrückhaltebecken und weidende Wasserbüffel.

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Zwischen Wennigsen und Sorsum entsteht am Mühlbach entsteht riesiges Biotop.

Quelle: Archiv

Wennigsen/Sorsum. Noch bevor für das Baugebiet Klostergrund ein Termin für den ersten Spatenstich genannt werden kann, laufen die Planungen für die ökologische Ausgleichsfläche bereits auf Hochtouren. Außer der Gemeinde und der Klosterkammer Hannover als bisherige Eigentümerin des künftigen Baulands zählt der Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere Leine zu den maßgeblich beteiligten Akteuren.

Der Geschäftsführer Friedrich Hüper kann das Großprojekt schon detailliert skizzieren: „Die Ausgleichsfläche führt von Wennigsen zwischen der Landesstraße 391 und dem Mühlbach fast bis nach Sorsum“, sagt Hüper. Die Klosterkammer habe das Gebiet bereits im Dezember im Rahmen des Erbbaurechts an die Gemeinde Wennigsen abgetreten. Der Gewässerverband sei für die Herstellung und Bewirtschaftung der neuen Biotopfläche zuständig – auf Kosten der Klosterkammer.

Für Hüper hat vor allem ein mit eingeplantes Regenrückhaltebecken in mehrfacher Hinsicht einen großen Stellenwert. „Als Entwässerungshilfe für den Wohnraum und für den Artenschutz“, sagt Hüper. Ursprünglich sei ein anderer Standort für ein sogenannte Restriktionsbecken im Bereich der Hafa-Halle vorgesehen gewesen. „Das wurde aber aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigt.“ Deshalb soll jetzt in der neuen Ausgleichsfläche nahe dem Ortseingang Sorsum in einer besonders tief liegenden Ebene ein rund 15 000 Quadratmeter großes Becken angelegt werden. Dafür würden rund 9000 Kubikmeter Erde ausgehoben.

Hüper verspricht sich von dem Becken auch eine Beruhigung des Mühlbaches bei Starkregen. „Wenn in zehn Minuten etwa 10 Millimeter Regen fallen, fließen rund 50 000 Kubikmeter Wasser innerhalb von sechs bis sieben Stunden durch den Bach. „Dadurch würden auch viele kleine Lebewesen weggeschwemmt, die nur mühsam wieder zurückschwimmen könnten. „Durch den Abfluss eines Überlaufs in das Rückhaltebecken werde dem Gewässer der Stress genommen. „Auch im Sinne der Artenvielfalt“, sagt Hüper.

Mit der Ausgleichsfläche kommt auch eine ganze neue Tierart an den Mühlbach: „Im Bereich des Rückhaltebeckenstandorts wird es auch eine Art Sumpfgebiet geben, das man nicht mähen kann“, sagt Hüper. Diese Aufgabe sollen einige Wasserbüffel übernehmen, die die Fläche beweiden werden.

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