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Kinder sind nach fünf Minuten in Sicherheit

Bredenbeck Kinder sind nach fünf Minuten in Sicherheit

Simulation mit wichtigen Erkenntnissen: In der Kindertagesstätte (Kita) Bredenbeck muss dringend ein zusätzlicher Fluchtweg eingebaut werden. Das ist bei einer Brandschutzübung mit der Ortsfeuerwehr deutlich geworden. Die gute Nachricht: Die Kinder sind im Notfall innerhalb von Minuten im Freien.

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Nur eine Notlösung: Weil es derzeit keinen besseren Fluchtweg aus den Krippenräumen gibt, bringen die beiden Erzieherinnnen Katrin Sonnemeyer-Gross (links) und Jacky von Willisen bei der Brandschutzübung das Krippenkind Milian (1) durch ein Fenster in Sicherheit.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Für das Kita-Personal und die Kinder gab es von Feuerwehr kurz nach dem Ende der Übung ein großes Lob: "Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Kita schon komplett geräumt. Alle Kinder und Mitarbeiter waren bereits fünf Minuten nach der Alarmierung auf dem Sammelplatz in Sicherheit", sagte der für den Ablauf der Brandschutzübung zuständige Michael Hirt von der Einsatzabteilung bei der Nachbesprechung.

Er hatte gemeinsam mit Kita-Leiterin Katrin Werner im Vorfeld äußerst realistische Rahmenbedingungen ausgearbeitet. "Ich habe um 10 Uhr telefonisch einen Notruf abgesetzt, dann wurden die Kinder vom Personal ins Freie gebracht", sagte Werner. Die Leiterin hatte für dieses Notfall-Szenario mit ihren Mitarbeitern und den insgesamt 81 Jungen und Mädchen in den vergangenen Wochen mehrfach geübt, wie das Gebäude bei einem Brand verlassen werden soll. "Über das Treppenhaus und den Haupteingang zum Spielplatz auf dem Außengelände und die angrenzende Sammelstelle", beschrieb Werner noch einmal den Weg.

Den genauen Zeitpunkt der offiziellen Brandschutzübung hatte die Leiterin jedoch nicht verraten. Trotzdem verlief die Räumung ebenso reibungslos, wie das Vorgehen der Einsatzkräfte. "Wir waren fünf Minuten nach dem Alarm in der Halle, haben uns umgezogen und sind zum Einsatzort an der Wennigser Straße abgerückt, um eine Wasserversorgung aufzubauen und einen Atemschutztrupp zur Erkundung in das Gebäude zu schicken", fasste Hirt die den Ablauf zusammen.

Die Initiative zur der Brandschutzübung hatte die Kita-Leitung ergriffen. "Um zu sehen, ob die Rettungswege ausreichen, um unter realistischen Bedingungen die Räumungszeit zu überprüfen und um mögliche Mängel aufzudecken", sagte Werner. Eine unverzichtbare Notwendigkeit wurde bei der Übung dann auch deutlich. "Es muss ein zusätzlicher Fluchtweg aus den Räumen der Krippe gebaut werden", sagte Übungskoordinator Hirt. Das Bauamt der Gemeinde hatte dies laut Kita-Leitung zwar schon im vergangenen Jahr bemängelt, aber bislang trotzdem keinen weiteren Rettungsweg eingerichtet.

Das Problem: "Der kürzeste Fluchtweg ist aus einem Fenster, durch das dann auch die Krippenkinder gehoben werden müssen, weil ansonsten durch das Gebäude gleich drei Türen zu öffnen wären", begründete die Kita-Leiterin den Missstand. Laut Feuerwehr wird aber nicht nur deshalb dringend ein zusätzlicher Fluchtweg benötigt. "Eine Alternative ist ein Muss, weil es ja auch im Treppenhaus am Fenster brennen könnte", erneuerte  Übungskoordinator Hirt die Forderung.

Die Übung deckte aber auch noch weitere Mängel auf: "Es fehlen in einigen Räumen Rauchmelder, und es gibt keinen Übersichtsplan für die Fluchtwege", nannte Hirt Beispiele. Die Kritikpunkte sollen nun der Gemeinde und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) als Kita-Träger in einem Bericht mitgeteilt werden. Für die Kinder waren nach dem Übungsende aber die Feuerwehrautos interessanter als die Nachbesprechung - wie sich bei einer Fahrzeugbesichtigung mit Kübelspritzenaktion eindrucksvoll zeigte.

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