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Bredenbeck soll einen Waldkindergarten bekommen

Bredenbeck Bredenbeck soll einen Waldkindergarten bekommen

Bredenbeck soll einen Waldkindergarten bekommen. Eine Elterninitiative ist im Gespräch mit der Forstverwaltung und den Waldeigentümern. Die Sportgemeinschaft würde die Trägerschaft übernehmen.

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Spiel und Spaß in und mit der Natur: Bredenbeck soll einen Waldkindergarten bekommen. Eine Elterninitiative verhandelt momentan mit der Forstverwaltung und Waldeigentümern. Der Sportverein würde die Trägerschaft übernehmen.

Quelle: Martin Schutt

Bredenbeck. Zweifach-Mama und Initiatorin Lena Sommerlad ist schon seit gut eineinhalb Jahren an dem Thema dran. Vor vier Jahren zog sie mit ihrer Familie von Berlin nach Bredenbeck, "und ich war fast ein bisschen verwundert, dass es bei dieser prädestinierten Lage hier noch keinen Waldkindergarten gab". Deswegen wurde sie selbst aktiv. Sommerlad ist von dem Konzept überzeugt. In der Natur, sagt sie, haben die Kinder viel Raum, um sich frei zu bewegen. Das freie Spiel ohne Spielsachen fördere die Phantasie. Die Kinder spüren die Witterung und erfahren die Jahreszeiten. "Diese vielfältigen und direkten Sinneseindrücke prägen die Kinder und lassen sie im Erwachsenenalter noch sensibler mit ihrer Lebensumwelt umgehen." Studien hätten außerdem gezeigt, sagt Sommerlad, dass Waldkindergartenkinder den Kindern aus anderen Kindergärten in nichts nachstehen. Im Gegenteil. "Kinder aus Waldkindergärten entwickeln zum Beispiel stärkere soziale Kompetenzen, können in der Schule besser still sitzen und sind viel seltener krank", zählt Sommerlad auf.

Die Kinder in einem Waldkindergarten haben kein festes Haus, sondern bewegen sich vier bis fünf Stunden unter freiem Himmel. Sommerlad steht mit Forstverwaltung und Waldeigentümern im Gespräch. Auch das Kultusministerium ist informiert. Die Waldkindergartengruppe würde aus 15 Kindern bestehen im Alter von drei bis sechs Jahren. Mindestens einer der zwei Betreuer braucht eine waldpädagogische Ausbildung. Interessierte Erzieherinnen für das Bredenbecker Projekt gibt es bereits. Zum Kindergarten würde ein beheizbarer Raum am Waldrand gehören, "vielleicht ein Bauwagen", sagt Sommerlad. Zusätzlich bräuchte man eine richtige Schutzhütte, in der sich die Gruppe bei Sturm, Gewitter und extremen Minustemperaturen aufhalten kann. Denkbar wäre zum Beispiel das Vereinsheim der SG Bredenbeck. Der Sportverein könne sich ohnehin vorstellen, die Trägerschaft für den Waldkindergarten zu übernehmen, sagt SG-Chef Reinhard Wiens. Gemeindeverwaltung wie auch Ortsrat unterstützen die Elterninitiative. "Wir wollen den Waldkindergarten hier gerne haben", sagt Ortsbürgermeister Heiko Farwig.

Es wird darauf hingearbeitet, dass der Waldkindergarten noch in diesem Jahr starten kann. Zum 1. Oktober steht im Raum. Für die Eltern würde ein Platz dort nicht teurer sein als einer in einem anderen Kindergarten. Die Gemeinde würde der Waldkindergarten etwa 80.000 Euro im Jahr kosten.

Eine tolle Ergänzung

Ein Waldkindergarten würde das Betreuungsangebot in der Gemeinde Wennigsen toll ergänzen, findet Initiatorin Lena Sommerlad. Auch, wenn es keine richtige Umfrage unter den Eltern gegeben hat: Die Zweifach-Mama hat keine Sorge, dass die Gruppe voll wird. Sie werde inzwischen viel von Eltern darauf angesprochen, sagt Sommerlad, die auf waldkinder-bredenbeck.de eine Internetseite eingerichtet hat. Ihr Beispiel für einen tollen Waldkindergarten sind die Deisterwiesel in Nachbarkommune Barsinghausen, den ein Elternverein betreibt. Ihr älterer Sohn ist dort die letzten Monate hingegangen, bevor er in die Schule kam. "Und er hat dort sehr positive Erfahrungen gemacht", sagt seine Mutter.

Für ihren zweiten, dreijährigen Sohn wünscht sich Sommerlad einen baldigen Start des Bredenbecker Waldkindergartens. Bis dahin - und weil alle anderen Kindergärten in Wennigsen momentan sowieso keine Plätze frei haben - betreut sie ihn zusammen mit anderen Kindern als Tagesmutter zu Hause. Natürlich geht's dann auch nach draußen in den Wald. Aktuell hat sie zwei Plätze frei. "Später könnten dann alle gemeinsam in den Waldkindergarten wechseln", sagt Sommerlad.

Ronnenberg hat keinen Waldkindergarten, in Gehrden gibt es einen Antrag der Grünen.

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