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Spuren der Zeche lassen Grube nicht los

Bredenbeck Spuren der Zeche lassen Grube nicht los

Ungebrochene Faszination: Seit seiner Kindheit begibt sich Achim Grube aus Bredenbeck in seiner Freizeit auf die Spuren des kniggeschen Deister-Bergbaus. Weil den Pharmazeuten das Thema bis heute nicht loslässt, organisiert er jetzt aus der Ferne ein Symposium mit Fachvorträgen und Exkursionen.

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Der Pharmazeut Achim Grube aus Bredenbeck organisiert mit dem Heimat-Kulturverein ein Symposium über Geschichte des Deister-Bergbaus und die alte Zeche Hertha mit dem Schacht Karl (Bild unten).

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Wenn es um die Geschichte des Deister-Bergbaus geht, ist für den 38-jährigen Achim Grube kein Weg zu weit. Auch nach seinem beruflich begründeten Umzug nach Süddeutschland hat er seine große Leidenschaft nicht aus den Augen verloren. Nicht einmal bei einem zweijährigen Auslandsaufenthalt für die Pharmaindustrie in den Vereinigten Staaten hat das Thema für ihn an Faszination eingebüßt.

„Jetzt hat es mich gereizt, alle beteiligten Bergbauvereine zusammen zu bringen“, sagt der leidenschaftliche Hobbyhistoriker. Von seinem derzeitem Wohnort Biberach in Süddeutschland aus hat er deshalb mit dem Heimat-Kulturverein Bredenbeck und der Volkshochschule Calenberger Land für den 21. bis 23. Oktober ein dreitägiges Symposium über die Geschichte des Deister-Bergbaus organisiert. An der Veranstaltung auf dem Zechengelände des Klosterstollens Barsinghausen nehmen Vertreter der Bergbauvereine aus Argestorf, Barsinghausen, Egestorf und Feggendorf teil.

Grube gilt auf dem Gebiet des kniggeschen Bergbaus im Ostdeister als Experte: „Dort wurde vom 16. Jahrhundert bis Ende der Fünfzigerjahre im vergangenen Jahrhundert Kohlebergbau betrieben“, sagt er. Grube verfasste bereits als 17-Jähriger ein Kapitel darüber in Horst Krenzels Buch „Erinnerungen an den Steinkohle-Bergbau im Deistergebirge“. Sein Wissen hat er auch schon bei etlichen Exkursionen weiter gegeben.

Dass ihn das Thema bis heute einfach nicht loslässt, ist einem Schlüsselerlebnis geschuldet: Es war Anfang des Jahres 1988 als an der Zufahrt zur Siedlung Bredenbecker Kalkwerg oberhalb des Ortes der still gelegte Schacht Karl der Zeche Hertha einstürzte und nahe der Wohnbebauung ein etwa 30 Meter tiefes Loch in die Erde riss. „Als zehnjähriger Schüler war ich von dem Ereignis tief beeindruckt“, nennt Grube den Startschuss für sein großes Interesse am historischen Deisterbergbau.

Er habe seitdem regelmäßig die Überreste des Kohle- und Kalkabbaus um Bredenbeck herum erkundet, Dokumente und Bilder gesammelt. Fündig wurde er auch in der Heimatstube Bredenbeck und ist deshalb seit mehr als 25 Jahren Mitglied im Heimat-Kulturverein.

Die Dokumente Grubes umfangreicher Sammlung zum kniggeschen Bergbau stammen aus Bibliotheken und Archiven – auch aus dem Bergarchiv Clausthal. Was ihn besonders fasziniert: „Das Zusammenspiel zwischen dem Rohstoff Kohle, der für die kniggeschen Betriebe wie Ziegeleien, Glashütte und Kalköfen genutzt wurde“, sagt Grube.

Symposium: Vorträge und Exkursionen

Das Symposium Deister-Bergbau hat Achim Grube hat in Zusammenarbeit mit Birgit Schwier-Fuchs vom Heimat-Kulturverein und der Volkshochschule (VHS) Calenberger Land organisiert. Die Veranstaltung ist für Freitag bis Sonntag, 21. bis 23. Oktober, in der Waschkaue auf dem Gelände des Klosterstollens Barsinghausen geplant. An der Veranstaltung nehmen Vertreter von Bergbauvereinen und interessierte Gäste teil. Für etwa ein Drittel der verfügbaren Plätze liegen bereits Anmeldungen vor. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, gemeinsame Mahlzeiten sowie Exkursionen zu historischen Bergbaustandorten in Bredenbeck, Bantorf, Egestorf und Barsinghausen. Die Teilnahmegebühr beträgt 42 Euro. Für die Exkursionen sollten wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mitgebracht werden. Anmeldungen sind unter Telefon (0 51 05) 5 21 60 sowie per E-Mail an barsinghausen@vhs-cl.de möglich.

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Der Pharmazeut Achim Grube aus Bredenbeck organisiert mit dem Heimat-Kulturverein ein Symposium über Geschichte des Deister-Bergbaus und die alte Zeche Hertha mit dem Schacht Karl (Bild unten).

Quelle: Ingo Rodriguez
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