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Asyl: Gemeinde meistert Krisensituation

Wennigsen Asyl: Gemeinde meistert Krisensituation

Der Flüchtlingsstrom, der auch in Wennigsen ankommt, verlangt den Ehren- und Hauptamtlichen eine Menge ab. Probleme bei der Unterbringung gibt es bisher nicht. Private Wohnungseigentümer bieten der Gemeinde ausreichend Räume an.

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Fachbereichsleiterin Barbara Zunker und der Integrationslotse Peter Armbrust werben für das Willkommensfest für Flüchtlinge am 4. Oktober in der Kirchengemeinde.

Quelle: Kerstin Siegmund

Wennigsen. Flexibel und sensibel reagieren Ehren- und Hauptamtliche auf den Zustrom der Flüchtlinge und die daraus resultierenden kleinen und großen Probleme. "Ein Ruck der Fürsorglichkeit geht durch die Bürgerschaft und wir erleben, dass alle an einem Strang ziehen", sagt Bürgermeister Christoph Meineke. Das Thema Asyl war Anlass für eine von der SPD-Fraktion beantragten aktuellen Stunde in der Sitzung des Rates.

Bis Januar muss Wennigsen mindestens 84 Flüchtlinge, davon ein Drittel Kinder, aufnehmen, zusätzlich zu den 125 Personen, die bereits in der Gemeinde leben. Am Dienstag erwartet die Verwaltung laut der Fachbereichsleiterin Barbara Zunker 16 Personen, zumeist alleinreisende Männer aus Syrien und anderen arabisch sprechenden Ländern. In der aktuellen Stunde erläuterte Zunker das Problem, das die Kommune bald bewältigen muss. "Die Familien kommen oft nach. Deshalb ist es schwer, den Bedarf an Wohnraum zu kalkulieren." Allerdings werden die Zuzüge auf die Quote angerechnet.

Bis Sommer 2016, meint Zunker, steht die Gemeinde gut da. "Wir haben eine große Resonanz der Wohnungseigentümer auf unsere Aufrufe in der Presse." 25 Wohnungen sind angemietet worden, davon elf von Privat. Für fünf weitere Objekte laufen die Verhandlungen. Die Gemeinde verfügt zudem über fünf eigene Wohnungen. Dort sind je nach Größe ein bis 13 Personen untergebracht. Ende September sollen weitere Räume in einem Mehrfamilienhaus in Holtensen bezugsfertig sein.

"In Wennigsen sind Container oder Turnhallen für die Unterbringung nicht in der Diskussion", sagte die Stadtmitarbeiterin. Damit der vorhandene Wohnraum ausreicht, müssen die Flüchtlinge zusammenrücken. "Aus Einbett- werden Zweibettzimmer", sagte Zunker. Möbliert wird jetzt auch mit Etagenbetten. Derzeit fehlt Wohnraum für 24 Personen, der aber bis Ende des Jahres in einem städtischen Gebäude an der Max-Planck-Straße zur Verfügung stehen soll.

Bei der Betreuung der Asylbewerber wird die Verwaltung von 38 Integrationslotsen und freiwilligen Helfern unterstützt. Sie betätigen sich unter anderem als Sprachvermittler und sogar als Betreuer von ganzen Familien. Und die Wennigser haben offenbar noch nicht die Grenzen ihrer Hilfsbereitschaft erreicht. "Wenn es schwierig wird, läuft Wennigsen erst zur Hochform auf", sagte Ratsherr Joachim Batke (CDU).

Von Kerstin Siegmund

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