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Kommt Südlink doch aus dem Boden?

Calenberger Land Kommt Südlink doch aus dem Boden?

Eigentlich soll der Südlink komplett als Erdkabel von Norden nach Süden durch Deutschland verlegt werden. Doch Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke sieht zumindest die Gefahr, dass die Stromtrasse zwischen Gehrden und Weetzen auf einem Teilstück auch oberirdisch verlaufen könnte.

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Die Stromtrasse für den Südlink könnte laut Tennet mit den bestehenden Hochspannungsleitungen gebündelt werden, die wie hier zwischen Benthe und Gehrden durch das Calenberger Land führen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Calenberger Land. Es ist nur ein einziger Satz. Aber er hat ausgereicht, um Meineke misstrauisch zu machen. „Zwischen Gehrden und Weetzen besteht die Möglichkeit, in Bündelung mit vorhandenen Hochspannungsleitungen zu verlaufen“, steht im Kurzsteckbrief, den der Netzbetreiber Tennet zum sogenannten Trassenkorridorsegment 59 veröffentlicht hat, das zwischen Ronnenberg und Eldagsen quer durchs Calenberger Land verläuft.

„Ich lese das so, dass die Erdverkabelung zwar Vorrang hat, aber Tennet hier durchaus Masten für möglich hält“, sagt Meineke, der dieses Thema heute beim turnusmäßigen Treffen der Bürgermeister aus dem Calenberger Land in Barsinghausen ansprechen will. „Wenn so etwas explizit als Möglichkeit von Tennet aufgeführt wird, dann muss man aufhorchen“, sagt er – selbst wenn Tennet ebenfalls schriftlich erklärt habe, dass der Südlink komplett als Erdkabel verlegt werden soll.

Zwar sind die Planungen des Netzbetreibers für die Stromtrasse, die 2025 in Betrieb genommen werden soll, noch sehr grob. Aber die Kommunen und die Bürgerinitiativen sammeln derzeit bereits fleißig sogenannte Bodenhemmnisse, die gegen den Verlauf der Trasse am Rande des Deisters sprechen. Bis Mitte November ist dafür noch Zeit. Und zumindest Meineke sieht einige Punkte, die berücksichtigt werden müssen.

Dabei hat er vor allem den Bereich östlich von Holtensen im Blick, das die Trasse direkt am Ortsrand tangieren würde. „Dort hat früher viel Ton- und Lehmabbau stattgefunden“, erklärt der Bürgermeister. „Später wurde dieser Bereich als Müllhalde genutzt und verfüllt – da wird die Region als zuständige Behörde sicherlich noch einmal genau hinschauen müssen.“

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