Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
FDP appelliert an Bürger: "Mischt euch ein"

Wennigsen FDP appelliert an Bürger: "Mischt euch ein"

Gegen den Trend gewann Matthias Miersch für die SPD den Wahlkreis und holte erneut das Direktmandat im nördlichen Umland. "Das ist immerhin ein kleiner Trost für uns", sagt Wennigsens SPD-Ortsvereinsvorsitzender Ingo Klokemann.

Voriger Artikel
Der Verschönerungsverein räumt auf
Nächster Artikel
Wennigsen braucht neue Kindergärten

In Wennigsen holte die CDU bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen, es folgen SPD, Grüne und FDP.

Quelle: Symbolbild

Wennigsen. Nicht nur in den Wochen des Bundestagswahlkampfs, schon seit Jahren zeige Miersch eine starke Präsenz. Mit seiner Nähe zum Bürger habe es Miersch geschafft, die Wähler individuell anzusprechen und zu überzeugen, sagt Klokemann und spricht davon, dass das auch der Maßstab für die Landtagswahl am 15. Oktober sein müsse. Nichtsdestotrotz sei die Bundestagswahl für die SPD eine herbe Enttäuschung, sagt Klokemann. In Wennigsen lagen die Sozialdemokraten mit 28,0 Prozent knapp hinter der CDU (29,4 Prozent).

"Wir freuen uns, mit Maria Flachsbarth weiterhin gut im Bundestag vertreten zu sein", sagt Wennigsens CDU-Chef Ernst Herbst. Flachsbarth konnte einzelne Stimmbezirke direkt neu gewinnen. "Insgesamt für Deutschland zeige das Wahlergebnis, dass die Wähler einen klaren Kurs wünschen", sagt Herbst. Mit ihrem Landtagskandidaten sei die CDU gut aufgestellt, um die Landesregierung abzulösen.

Optimistisch in den Landtagswahl gehen auch die Grünen. In Wennigsen schnitten sie bei der Bundestagswahl gut ab und holten 12,6 Prozent. Gegenüber einer Jamaika-Koalition mit Schwarz-Gelb-Grün ist Ortsverbandsvorsitzende Angelika Schwarzer-Riemer hingegen sehr skeptisch. "Die Zielsetzungen der Parteien laufen zum Teil diametral auseinander", erwartet sie schwierige Verhandlungen auf Bundesebene. Der Denkzettel, den enttäuschte AfD-Wähler mit ihrem Wahlergebnis besonders der großen Koalition gegeben hätten, sei bei allen Parteien angekommen.

Die AfD blieb in Wennigsen einstellig und erreichte 8,1 Prozent. Bundesweit schafften es die Rechtspopulisten auf 12,6 Prozent und ziehen als drittstärkste Kraft in den Bundestag ein. "Ein tolles Ergebnis", sagt Werner Werner, der seiner Partei auch bei der Landtagswahl ein zweistelliges Ergebnis zutraut.  Seine Frau Birgit Werner, die wie er seit einem Jahr im Rat der Gemeinde Wennigsen sitzt, will für die AfD in den Landtag und tritt als Direktkandidatin im Wahlkreis 35, zu dem Wennigsen, Ronnenberg, Hemmingen und Springe gehören, an.

Die FDP holte in Wennigsen 11,0 Prozent. "Wir Wennigser Liberalen sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bauen darauf, auch bei der Landtagswahl so erfolgreich zu sein", sagt Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Herr. Die Arbeit der FDP im Gemeinderat werde sachorientiert, engagiert und offen bleiben. 

Sehen lassen kann sich die Wahlbeteiligung in Wennigsen, die mit 83,5 Prozent "erfreulich hoch gewesen ist", sagt Herr. Im Umland ist wieder nur Hemmingen ein bisschen besser gewesen mit 84,0 Prozent. "Wir ermuntern die Bürger, sich einzumischen und die Entwicklung ihrer örtlichen Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten", sagt Herr. "Wer die Dinge selbst in die Hand nimmt, erlebt neben der Mühsal des demokratischen Prozesses auch Erfolge. Und das ist das beste Mittel gegen Frust!"

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Jennifer Krebs

Ungezählte ehrenamtliche Helfer unterstützen die diakonischen Einrichtungen. Ihre Arbeit soll während der "Woche der Diakonie" besonders gewürdigt und vorgestellt werden. mehr

doc6xhw1zlglw3i3o6u6tv
Babysitterkurs macht fit im Windeln wechseln

Fotostrecke Wennigsen: Babysitterkurs macht fit im Windeln wechseln

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de