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Neues Konzept soll die Beeke zähmen

Bredenbeck Neues Konzept soll die Beeke zähmen

Überschwemmte Straßen und Gärten, Wasser in Fluren und Kellern: Wie lässt sich verhindern, dass in Bredenbeck bei heftigem Regen die Beeke über die Ufer tritt und Schäden verursacht? Diese Fragen soll ein Ingenieurbüro beantworten. Das bisherige Konzept ist aber für die CDU fehlerhaft.

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Die Friseurmeisterin Nina Oppenborn (rechts) berichtet den CDU-Ratsleuten Marianne Kügler (links) und Ernst Herbst vor ihrem frisch renoviertem Laden von ihren massiven Problemen vor und in den Gebäude bei heftigen Regenfällen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Die Friseurmeisterin Nina Oppenborn war besonders heftig betroffen, als im Juli über Bredenbeck stundenlang außergewöhnlich starke Regenfälle niedergingen. „Auf der Straße sind die Gullydeckel übergelaufen. Das Wasser ist durch die Tür in meinen Flur geströmt. Und sogar aus dem Abfluss der Dusche wurde Wasser nach oben gedrückt“, erinnert sie sich.

Den Betrieb in ihrem Friseursalon an der Wennigser Straße konnte Oppenborn wegen der erheblichen Schäden nicht weiter führen. „Die Heizung war voll gelaufen. Das Haus musste getrocknet werden“, sagt sie. Um die Umsatzverluste so gering wie möglich zu halten, ließ sie neben dem Haus an der Ortsdurchfahrt einen Container als mobilen Salon aufstellen – eine Notlösung für mehrere Wochen.

Damit Oppenborn und andere Anwohner künftig auch bei heftigen Regenfällen von weiteren Schäden verschont bleiben, hat die CDU-Fraktion aus dem Rat der Gemeinde die bisherigen Pläne für den geplanten Ausbau des Hochwasserschutzes genauer angeschaut. Mehr als eine Million Euro will die Gemeinde investieren, um mit zusätzlichen Regenrückhaltebecken, Verbindungs- und Stichkanälen ein neues hydraulisches Abwassersystem anzulegen.

Die bisherigen Pläne von den Experten des Ingenieurbüros aus Hannover gehen der CDU aber nicht weit genug. „Die bislang eingeplanten Maßnahmen berücksichtigen überhaupt nicht den nördlichen Teil Bredenbecks, oberhalb der Ortsdurchfahrt“, sagt CDU-Ratsherr Ernst Herbst. Nach Gesprächen mit Anliegern ist die CDU sicher: „Die Beeke ist nicht das einzige Problem“, behauptet Herbst. Das Starkregenereignis im Juli habe gezeigt, dass sich im Bereich an der Wennigser Straße auch das Regenwasser gestaut habe, das vom Norden her in den Ortskern abfließt – weit entfernt vom der Beeke und den umliegenden Flächen südlich der Ortsdurchfahrt.

Die CDU hat sich deshalb an die Gemeindeverwaltung gewandt und gebeten, die Hinweise und Beobachtungen aus der Bevölkerung an die Planer weiter zu geben. „Auch das Regenwasser, das auf die nördlichen Flächen fällt, muss im neuen System berücksichtigt werden“, fordert Herbst. Außerdem seien Flächen an der Ortsumgehung Steinkrug sowie Feldlagen nördlich der Landesstraße 390 bislang nicht als Einzugsgebiet mit überplant.

Ein weiterer Hinweis der CDU: Offenbar soll das von den Experten bei ihrer Planung verwendete Kanalkataster unvollständig sein. Und es gebe Hinweise für inoffizielle Wassereinleitungen in die Beeke – behördlich nicht genehmigt. Die Gemeindeverwaltung nimmt die Anregungen der CDU sehr ernst. Der zuständige Fachbereichsleiter Martin Waßermann erneuerte in der jüngsten Ratssitzung sein Versprechen, die Hinweise an die Planer weiter zu geben.

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