Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Den ersten Flüchtlingen droht die Abschiebung

Wennigsen Den ersten Flüchtlingen droht die Abschiebung

Eigentlich kommen sie, um zu bleiben: 129 weitere Flüchtlinge muss Wennigsen in diesem Jahr aufnehmen - Stand heute. Während die Landesaufnahmebehörde die neue Quote vor einigen Tagen bekannt gegeben hat, droht nun den ersten Flüchtlingen aus Wennigsen die Abschiebung.

Voriger Artikel
Klostergrund: Verkauf noch im Januar?
Nächster Artikel
Winterdienst: Mitarbeiter im Dauereinsatz

Asylantrag abgelehnt: Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. 44 Flüchtlingen droht in Wennigsen die Abschiebung.

Quelle: Daniel Maurer

Wennigsen. 44 Flüchtlinge, die in Wennigsen leben, kommen aus sicheren Herkunftsländern. Dazu gehören der Balkan, Algerien, Marokko und teilweise auch Afghanistan. "Mit 90-prozentiger Sicherheit müssen diese Menschen wieder zurück", sagt Wennigsens Sozialfachbereichsleiterin Barbara Zunker. Eine schwere Krankheit könnte eine Ausweisung vielleicht aufschieben. Das sind dann Härtefälle.

Ab Februar rechnet die Gemeindeverwaltung mit den ersten Abschiebungen. Nur noch solange sind die 44 Wennigser Flüchtlinge in Deutschland geduldet, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde - ein unsicherer Status, weil sie nun jederzeit abgeschoben werden können. Darüber genau informiert wird die Gemeinde nicht. "Aus Datenschutzgründen", erklärt Fachbereichsleiter Olaf Fals.

Mitunter sind die Familien schon über ein Jahr hier, wie ein Mann aus dem Iran, "einer der aktuellen Fälle", sagt Zunker. Andere gehen vorher freiwillig in ihre Herkunftsländer zurück, wie im November eine Familie aus Montenegro.

Die Abschiebung ist Sache der Länder. Über die Ausländerstelle der Region Hannover gehen die Bescheide mit der Aufforderung, Deutschland zu verlassen, direkt an die Asylbewerber. In der Regel haben sie dann sechs bis acht Wochen Zeit, um auszureisen. Ist diese Frist abgelaufen, holen sie die Polizei und Kollegen der Ausländerstelle von zu Hause ab.

Früher waren die Zuständigkeiten noch anders geregelt. Er selbst habe einmal abgeschobene Flüchtlinge mit dem Bus nach Hamburg begleitet, erinnert sich Fals. Am Hamburger Flughafen habe er damals die Menschen persönlich dem Kapitän übergeben. Eine schwierige Situation. 20 Jahre ist das ungefähr her. Und der Fachbereichsleiter ist "froh, dass wir das nicht mehr machen müssen."

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sp6s60krn71anqdkk5w
Abschied mit ein bisschen Verspätung

Fotostrecke Wennigsen: Abschied mit ein bisschen Verspätung

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de