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Aus für den Kleingartenverein

Wennigsen Aus für den Kleingartenverein

Der Kleingartenverein Klostergrund in Wennigsen hat sich nun offiziell aufgelöst. Am Donnerstagabend wurde Abschied gefeiert.

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Günter Krüger (Mitte) und Klaus Fromhagen danken Franz Blazek (links) für seine Arbeit als Vorsitzender.

Quelle: Stephan Hartung

Wennigsen. Natürlich ist eine gewisse Wehmut da. „Ich bin 72 Jahre alt, war aber 36 Jahre und drei Monate Vorsitzender dieses Vereins. Das war einfach immer mein Verein und ein großer Teil meines Lebens“, sagte Franz Blazek während der Abschiedsfeier. Denn der Kleingartenverein Klostergrund, dessen Vorsitzender Blazek für eine halbe Ewigkeit war, löst sich auf. Vor 93 Personen im Calenberger Hof hielt Blazek eine fröhlich-launische Abschiedsrede.

Anschließend gab es für alle Anwesenden, zuletzt hatte der Verein 46 aktive und 26 passive Mitglieder, ein griechisches Büfett. Als Dessert verteilte Blazek Umschläge mit süßem Inhalt, die Entschädigungen der Klosterkammer Hannover für die Kleingärtner. Über die wechselvolle Geschichte des Vereins, über die er ebenfalls referierte, möchte Blazek bis Weihnachten eine Chronik schreiben. „Spätestens dann ist alles mit unserem Klostergrund endgültig, und der Verein steht im Bücherregal“, sagt der langjährige Vorsitzende und fügt hinzu, „dass ich zu Hause auch noch die Listen mit Unterschriften habe, darauf haben 2000 Wennigser für den Erhalt des Klostergrunds gestimmt – das kommt jetzt in den Reißwolf“.

Ganz zu Ende ist es aber noch nicht. Zusammen mit dem ehemaligen Kassierer Klaus Fromhagen ist Franz Blazek der vom Amtsgericht anerkannte Liquidator – für ein Jahr. „Wenn nach der Abwicklung des Vereins noch Geld übrig bleiben sollte, spenden wir es dem Tierheim“, sagt Blazek.

Bleibt nur noch die Frage zu klären: Wie geht es für die Kleingärtner weiter? Einige haben sich in Degersen, Weetzen oder Gehrden bereits eine neue Gartenparzelle gesucht. Blazek selbst besitzt jetzt eine 220-Quadratmeter-Fläche in Sorsum. „Meine Frau hat mir dazu geraten. Sie weiß, dass mir ohne Garten etwas fehlt.“

Von Stephan Hartung

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