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120 Jahre VVV: Oberförster gab den Anstoß

Wennigsen 120 Jahre VVV: Oberförster gab den Anstoß

Eine Inschrift auf einem Findling oberhalb des Barsinghäuser Forellenteichs belegt: Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Wennigsen besteht seit 120 Jahren. Das wollen die Mitglieder am Sonnabend, 16. Juli, im Hotel-Restaurant Pinkenburg gebührend feiern.

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120 Jahre Verkehrs- und Verschönerungsverein: Vorsitzender Carsten Mehlhop und Schriftführerin Jutta Ulianowsky stehen am Ursula-Brunnen an der Hauptstraße, den der VVV in den Jahren 2008 und 2009 saniert hat.

Quelle: Carsten Fricke

Wennigsen. Lange galt der 20. Mai 1926, an dem der VVV in das Vereinsregister eingetragen worden ist, als Gründungstag. Dabei ist der Verein einer Satzungsänderung aus dem Jahr 1956 zufolge bereits am 9. Oktober 1896 gegründet worden.

Die Findlings-Inschrift bestätigt dieses Entstehungsjahr. Demnach verdankt der VVV seine Existenz dem Wennigser Oberförster Fritz Bank. In Stein gemeißelt steht, dass sich Bank im Jahre 1896 "um die Erschließung des Deisters durch Verbesserung der Waldwege, die Anlegung neuer Wege, die Aufstellung neuer Ruhebänke und die Gründung des Verschönerungsvereins Wennigsen" verdient gemacht habe. Schon im Gründungsjahr konnte der Oberförster 125 Mitglieder für den neuen Verein gewinnen.

Nachdem der VVV seine Aktivitäten im Ersten Weltkrieg eingestellt hatte, diese 1924 wieder aufnahm und schließlich 1926 offiziell wiedergegründet wurde, setzte sich der Verein für viele Projekte ein. Aus dem Protokoll der Generalversammlung vom April 1929 geht hervor, dass die Mitglieder für den Ausbau eines Fußwegs am Klosteramthof 100 Reichsmark beisteuerten, eine Liste zur Unterbringung von Kurgästen in Privathäusern planten und Bänke im Deister aufstellen wollten.

Im Jahr 1953 plädierte der damalige VVV-Vorsitzende Friedrich Wüllner "zur Verbesserung des Fremdenverkehrs" unter anderem für eine Busverbindung von Bredenbeck über Wennigsen nach Redderse. Die Planung eines Lichterfestes und die Arbeit an einem Ortsprospekt beschäftigten die Mitglieder im Jahr 1965. Und aus einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1976 zum 80-jährigen Bestehen geht hervor, dass der VVV unter anderem die Renovierung des alten Zollhauses, Sanierungsarbeiten an der alten Mühle, dem heutigen Heimatmuseum, sowie die Erhaltung des Elten-Denkmals, des Dicken Steines und des Kriegerdenkmals finanziell unterstützt habe.

"Der Verein hat aber auch viele Inaktivitäten gehabt", betont der heutige Vorsitzende Carsten Mehlhop. Zuletzt habe der Verein von 1992 bis 2007 geruht. Seit 2007 sanierten die Mitglieder unter anderem den Ursula- und den Jünglingsbrunnen, gestalteten ein Mausoleum auf dem Friedhof zu einem Andachtsraum um, gaben Broschüren heraus und initiierten viele Aufräumaktionen. Dieses Engagement wissen offenbar immer mehr Wennigser zu schätzen. "Wir haben mit 26 Mitgliedern angefangen. Mittlerweile sind wir 102", sagte Schriftführerin Jutta Ulianowsky.

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Ein Mausoleum auf dem Wennigser Friedhof, das VVV-Mitglieder saniert haben, dient nun als Andachtsraum.

Quelle: Carsten Fricke

Von Carsten Fricke

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