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Die Drehleiter ist da - jetzt wird geübt

Wennigsen Die Drehleiter ist da - jetzt wird geübt

Es hat lange gedauert - aber jetzt ist die neue Drehleiter da. Sechs Mitglieder der Feuerwehr haben das 15 Tonnen schwere Fahrzeug aus Ulm nach Wennigsen überführt. Doch für den Einsatz mit der Drehleiter werden die Einsatzkräfte nach zahlreichen Schulungen wohl erst im August bereit sein.

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Die neue Drehleiter ist in Wennigsen angekommen - und die Einsatzkräfte haben bereits mit der Schulung für das Fahrzeug begonnen.

Quelle: Björn Franz

Wennigsen. Wie dringend die Gemeinde ein solches Fahrzeug benötigt, war spätestens mit der Aufstellung des Feuerwehr-Bedarfsplans deutlich geworden. "Der Plan hat gezeigt, dass wir mehr als 250 Objekte in Wennigsen haben, bei denen wir im Einsatzfall eine Drehleiter brauchen", sagte Gemeinde-Brandmeister Uwe Bullerdiek. Zwar standen bislang notfalls die Fahrzeuge aus Barsinghausen, Ronnenberg oder Springe als Unterstützung bereit. "Aber keine dieser Leitern hätten es in der Rettungszeit bis nach Wennigsen geschafft", erklärte Bullerdiek. Die betrage 16 Minuten - danach hätte ein im Gebäude befindlicher Mensch wegen der Rauchentwicklung kaum noch eine Überlebenschance.

Diese Prognose überzeugte auch die Politik. "Auf einmal ging alles ganz schnell", sagte der Wennigser Brandmeister. "Dabei hat die erstmals gegründete Arbeitsgruppe, in der Vertreter aus Politik, Verwaltung und von der Feuerwehr zusammengekommen sind, sehr gute Arbeit geleistet." Daher könne es sich auch gut vorstellen, dass künftig bei der Anschaffung von Großfahrzeugen wieder dieser Weg gegangen werden könnte.

Knapp 600 000 Euro hat die neue Drehleiter gekostet, mit der künftig bei Bränden in Wennigsen schnelle Hilfe auch an höheren Gebäuden möglich ist. Bis es soweit ist, werden die Wennigser allerdings noch ein bisschen auf die Unterstützung der Nachbarwehren setzen müssen. Denn zunächst müssen ausreichend Einsatzkräfte für die Arbeit mit dem neuen Fahrzeug ausgebildet werden. "Jetzt heißt es üben, üben, üben", erklärte Zugführer Helge Jakob.

Nachdem die ersten Aktiven am Donnerstagabend eine kurze Einweisung in die Technik erhielten, beginnt nun geradezu ein Schulungsmarathon. Zunächst werden die sechs Wennigser Einsatzkräfte, die beim Fahrzeug-Hersteller Iveco-Magirus in Ulm bereits zwei Tage lang geschult wurden, im April an zwei Wochenenden von Experten in die Einsatztaktik eingewiesen. Danach müssen auch noch weitere Aktive in insgesamt sechs Schulungs-Modulen für den Einsatz mit der Drehleiter ausgebildet werden.

"Bis zur offiziellen Übergabe des Fahrzeugs durch die Gemeinde beim Tag der offenen Tür am 12. August wollen wir nach Möglichkeit 15 Leute fit dafür kriegen", sagte Jakob. Dazu werde die Feuerwehr nicht nur in der Wache mit dem neuen Fahrzeug üben. Um für Ernstfälle gewappnet zu sein, werden die Einsatzkräfte mit der Drehleiter auch im gesamten Gemeindegebiet üben - und hoffen dabei auf das Verständnis der Bevölkerung. "Wir werden sicherlich auch einmal im Weg stehen oder eine Straße sperren müssen", kündigte Jakob an. "Natürlich versuchen wir, dabei so wenig wie möglich zu stören - aber das geht bei einer Freiwilligen Feuerwehr, deren Mitglieder fast durchweg berufstätig sind, leider nicht immer."

Die Überführung von Ulm nach Wennigsen:

Etwa acht Stunden benötigten die sechs Wennigser Einsatzkräfte am Mittwoch, um das neue Fahrzeug vom Hersteller in Ulm bis zur heimischen Feuerwache zu überführen. Denn auf der knapp 600 Kilometer langen Strecke, war Geduld gefragt. "Die Drehleiter kann zwar bis zu 100 Stundenkilometer schnell fahren, aber auf der Autobahn ist für so schwere Fahrzeuge nur 80 erlaubt - und auf der Landstraße sogar nur 60", erklärte Zugführer Helge Jakob, der sich gemeinsam mit Gemeinde-Brandmeister Uwe Bullerdiek und vier weiteren Kameraden auf die lange Fahrt gemacht hatte. Jeder der sechs Feuerwehrmänner sei einen Teil der Strecke gefahren. "Das ist bei der Größe und dem Gewicht schon anstrengend", sagte Jakob. Immerhin ist das Fahrzeug 10,30 Meter lang, wiegt 15 Tonnen - und hat mit ausgefahrerer Leiter eine Rettungshöhe von 32 Metern.

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