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Die Flüchtlinge packen mit an

Wennigsen Die Flüchtlinge packen mit an

Vier Asylsuchende helfen auf Ein-Euro-Job-Basis im Sozialkaufhaus aus. Doch vielleicht braucht das Sozialkaufhaus bald schon mehr Helfer. Weil das Geschäft an der Hauptstraße und auch die erst kürzlich angemietete Lagerhalle am Weinberg aus allen Nähten platzen, soll eine Zweigstelle eröffnen.

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Bei Möbeltransporten des Sozialkaufhauses packen die Asylsuchenden Vase Bozhinow (rechts) und Bashar Albukaai mit an. Vier Flüchtlinge gehören seit einem Monat zum Team.

Quelle: Nils Oehlschläger

Wennigsen. Bashar Albukaai ist gerade wieder vorgefahren. Für das Sozialkaufhaus hat der Syrer mit dem Kleintransporter einen Teppich und einen Hocker abgeholt, von einer privaten Spenderin aus Gehrden. Er ist dankbar, über diese Arbeit eingebunden und gebraucht zu werden. Denn sonst sind die Einsatzchancen von Flüchtlingen eher gering.

Albukaai ist einer von vier Asylbewerbern, die seit einem Monat zum Team des Sozialkaufhauses gehören. Die Gemeinde hat die Männer vermittelt. Die Beschäftigung läuft nach dem Prinzip der Ein-Euro-Jobs des Jobcenters. Eine Kooperation auf dieser Ebene sei mit Einsetzen des hohen Zustroms an Migranten entstanden, sagt Bürgermeister Christoph Meineke. Finanziell unterstützt wird das Sozialkaufhaus von der Gemeinde anderweitig nicht. Aber: Wennigsen kauft im Sozialkaufhaus auch die Möbel und gut erhaltenen Hausrat ein, um Unterkünfte für die Flüchtlinge auszustatten.

Bürger, die Kleidung, Mobiliar und Geschirr spenden wollen, werden an das Sozialkaufhaus verwiesen. Die Verwaltung hat dem Sozialkaufhaus bei Bedarf weitere Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge angeboten. Sprachprobleme sind bei der Arbeit zweitrangig. „Verständigt wird sich notfalls mit Händen und Füßen“, sagt Gesellschafter Sven Gerlach von der Domäne Wennigsen, die das Sozialkaufhaus betreibt. Einige können auch Englisch oder inzwischen zumindest ein paar Brocken Deutsch. Vielleicht braucht das Sozialkaufhaus bald schon mehr Helfer.

Weil das Geschäft an der Hauptstraße und auch die erst kürzlich angemietete Lagerhalle am Weinberg aus allen Nähten platzen, soll eine Zweigstelle eröffnen. Angedacht war das ehemalige italienische Lokal Terra Mia an der Hauptstraße. Dort hätte eigentlich schon im Oktober ein reines Textilkaufhaus als Dependance eröffnen sollen. Doch daraus wird nun nichts. Die Pläne haben sich zerschlagen, weil eine Nutzungsänderung von Restaurant auf Verkaufsraum für die gemeinnützige Gesellschaft zu teuer geworden wäre. Dabei hätte sich eine Zweigstelle dort in vielerlei Hinsicht durchaus angeboten.

Wie andere private Wohnungen auch hat die Gemeinde die beiden Wohnungen über dem ehemaligen Restaurant für die Flüchtlingsunterbringung angemietet. Gerlach hat sich schon umgehört und steht mit weiteren potenziellen Vermietern für eine Sozialkaufhaus-Zweigstelle längst im Gespräch. Drei neue Optionen hätten sich ergeben, sagt er. Konkreter werden könne er momentan aber noch nicht.

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