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Rot-Grün verärgert Meineke

Wennigsen Rot-Grün verärgert Meineke

Die Gemeinde Wennigsen ärgert sich über die rot-grüne Mehrheit in der Regionsversammlung. Sie will das Landschaftschutzgebiet bis an den Ortsrand von Degersen verschieben - und verhindert damit eine geplante Wohnbebauung.

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Bis an den Ortsrand von Degersen soll das Landschaftsschutzgebiet ausgeweitet werden.

Quelle: Mario Moers

Wennigsen. Christoph Meineke ist sauer. Ohne die Gemeinde zu informieren hat die rot-grüne Mehrheit der Regionsversammlung beantragt, das Landschaftsschutzgebiet Calenberger Börde direkt bis an den Ortsrand von Degersen auszuweiten. "Damit wird über Jahrzehnte die Entwicklungsperspektive der Gemeinde in östliche Richtung blockiert", schimpft der Wennigser Bürgermeister. Was ihn besonders irritiert: "Mit uns hat niemand gesprochen", sagt er. Die Politik wolle offenbar im Hauruckverfahren die Gemeinde vor vollendete Tatsachen stellen. Eine sachliche Begründung kenne er nicht. Er glaube auch nicht, dass sich die Politiker ein Bild vor Ort gemacht haben.

Dabei habe die Gemeinde Wennigsen die Pläne sorgfältig abgewogen. "Wir haben ein Interesse an einer Balance zwischen Wachstum und Landschaftsschutz", bekräftigt Meineke. Deshalb sei im Vorfeld über das Bauvorhaben auch zäh gerungen und intensiv diskutiert worden. Der Wunsch von Ortsrat und Rat der Gemeinde: Im Bereich von Degersen soll die Landschaftsschutzgrenze 100 Meter vom Ortsrand entfernt verlaufen. Ein Ansinnen, dem die Regionsverwaltung zugestimmt hat, um der Gemeinde damit "Spielraum für eine organische künftige Entwicklungen einzuräumen", wie es heißt. Die Politiker der rot-grünen Koalition sehen das aber anders. Sie wollen den Streifen in das Landschaftsschutzgebiet einbinden. Über den entsprechenden Antrag wird heute im Umweltausschuss der Region diskutiert.

Eine Forderung, die Meineke nicht nachvollziehen kann. "Wir haben sowieso schon ein Problem, uns auszudehnen", meint Meineke. Zum einen grenze der Deister die Entwicklungschancen ein, zum anderen gehöre der Klosterkammer zahlreiche Flächen. Am Rande von Degersen sollte eine zwei- bis dreireihige Bebauung verwirklicht werden. Nach dem gegenwärtigen Stand wird daraus nichts.

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