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Barrierefreie Stationen verankern die Inklusion

Wennigsen Barrierefreie Stationen verankern die Inklusion

Barrierefreie Bushaltestellen als Symbol gelebter Inklusion: Die Gemeinde Wennigsen und die Region Hannover haben mit zahlreichen Ehrengästen die bislang 17 barrierefrei ausgebauten Bushaltestellen in Wennigsen offiziell der Bevölkerung übergeben.

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Zielgruppe der Zukunft: Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke (links) und Regionsdezernent Ulf-Birger Franz freuen sich vor der Bushaltestelle am Rathaus über den beherzten Gesangsauftritt der Drittklässler.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Angefangen hat es 2013 mit dem Ausbau einer Bushaltestelle in Holtensen. Seitdem wurde in allen sieben Ortsteilen fleißig gearbeitet: Inzwischen gibt es im Gemeindegebiet bereits 17 rundum erneuerte Haltepunkte für Linienbusse - komplett barrierefrei: mit hochgelegten Bordsteinen als Einstiegshilfe, mit taktilen Leitsystemen für sehbehinderte Fahrgäste und mit überdachten Wartehäuschen. Und: Weitere Umbauarbeiten für zusätzliche Haltestellen sind bereits in Planung. "In diesem und im nächsten Jahr sollen noch einige Stationen folgen", sagte Bürgermeister Christoph Meineke bei der offiziellen Übergabe.

Zu der Zeremonie an der zentralen Bushaltestelle vor dem Wennigser Rathaus waren etliche Ehrengäste gekommen: Vertreter aus Rat und Verwaltung, Delegationen der Region Hannover, der Landesnahverkehrsgesellschaft, der Straßenmeisterei und der Polizei. Das Ziel der gemeinsamen Bemühungen und Investitionen ist ebenso ehrgeizig wie zeitgemäß: Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen soll die uneingeschränkte Teilnahme am Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ermöglicht werden - und alle Fahrgäste sollen möglichst viel Komfort genießen. Allein die Gemeinde Wennigsen investiert rund 630 000 Euro, um das zu ermöglichen. Die restlichen Kosten übernehmen Region und Land. Von den 17 bereits ausgebauten Haltestellen gehen acht auf das Konto der Region - mit hohen Zuschüssen des Landes.

"Nach 2016 soll in jedem Ort mindestens eine barrierefreie Bushaltestelle vorhanden sein. Das ist ein Musterbeispiel, wie die Inklusion im Öffentlichen Personennahverkehr verankert wird", sagte Gastgeber Meineke. Dieses Großprojekt beschäftige die Gemeinde bereits seit 2013. Regionsdezernent Ulf-Birger Franz hob Wennigsen sogar als Vorzeigeprojekt hervor: "Nicht alle Kommunen schreiten so energisch voran, um die Barrierefreiheit im ÖPNV zu fördern", sagte Franz. Die gute Zusammenarbeit von Gemeinde, Land und Region sei beispielhaft gewesen.

Dass es eine gemeinsame Investition in die Zukunft ist, zeigte nicht zuletzt ein Auftritt der Jungen und Mädchen aus der Klasse 3b der Grundschule Wennigsen. Sie hatten extra ihren Sportunterricht ausfallen lassen, um die Zeremonie mit drei Gesangsstücken zu bereichern. Wer denn von ihnen oft mit dem Bus fahre oder sogar einmal Busfahrer werden wolle, fragte Bürgermeister Meineke abschließend und blickte auf etliche hochgereckte Finger. "Ihr seid ja auch eine der Zielgruppen beim Ausbau der Stationen", sagte Meineke - und erhielt vom Regionsdezernenten Rückendeckung. "Es fahren ja auch immer mehr Menschen mit Bus und Bahn - auch künftig", hob Franz auch für die Kinder noch einmal den Stellenwert der Investition hervor.

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