Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Die Markthändler beklagen nur das Wetter

Wennigsen Die Markthändler beklagen nur das Wetter

Nach einem holprigen Start im Juni scheint sich der neue Wochenmarkt in Wennigsen nun doch zu etablieren. Fast alle Händler äußern sich zufrieden mit der Entwicklung und haben eine Stammkundschaft aufgebaut. Das hatte sich trotz Standortverlegung und neuer Öffnungszeiten zunächst nicht abgezeichnet.

Voriger Artikel
Parkplatzstreit: Waldorfschule glättet Wogen
Nächster Artikel
Neues Klettergerüst für die Kita-Kinder

Prüfende Blicke: Andreas Weise (von links) und Marktleiter Edwin Gartmann begutachten die Granatäpfel des Händlers Ali Karabulut. Kleine Kostprobe (siehe Bildergalerie): Schlachtermeister Werner Schulte aus Hessisch Oldendorf reicht zwei Besuchern des Wennigser Wochenmarktes für einen Geschmackstest Salamischeiben über den Tresen seines Fleischereiwagens.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Der erste Blick verheißt für einen erfahrenen Marktbeschicker nichts Gutes: Nasskalte Witterung, kaum Publikum. Doch der Eindruck täuscht. „Heute ist es nur wegen des Wetters ruhig“, sagt Schlachtermeister Werner Schulte aus Hessisch Oldendorf und reicht einem Besucher als Kostprobe eine Salamischeibe über den Tresen. Das Zwischenfazit des Markthändlers: „Ich bin sehr zufrieden: Es hat sich ein Kundenstamm herausgebildet“, sagt Schulte. Er hofft, dass die Kunden ihm auch über den Winter hinaus die Treue halten.

Kälte und schlechtes Wetter – das sind ohnehin Bedingungen die Marktanbietern Sorgen bereiten. „Dann läuft der Markt schlecht“, sagt Fischhändler Dennis Hentschel aus Garbsen. Seine Bilanz nach einem halben Jahr: „Es gibt gute und schlechte Wochen, aber es lohnt sich.“ Auch Obst- und Gemüseverkäufer Ali Karabulut aus Hannover äußert sich zufrieden. Nur bei der Honighändlerin Anja Fritz aus Sorsum schwingt Kritik mit: „Es muss noch besser werden“, sagt sie. Trotzdem: Sie habe Stammkunden. Und: „Es ist mehr los als am Hagemannplatz.“

Dort hatte der Wochenmarkt im Februar wegen fehlenden Publikums geschlossen und im Juni auf dem Forges-les-Eaux-Platz vor dem Rathaus neu eröffnet – mit neuen Zeiten: dienstags anstatt freitags von 14 bis 18 Uhr. Doch auch nach dem Konzeptwechsel standen die Belebungsversuche erst unter keinem guten Stern. Kritische Stimmen hatten das Projekt wegen der großen Konkurrenz von Supermärkten im Ort zum Scheitern verurteilt.

Doch die Händler trotzen den Prognosen: Inzwischen haben sich die Besucherzahlen erhöht und stabilisiert. „Es hat deutlich zugenommen, Qualität setzt sich durch“, sagt ein Imbissbetreiber. Er habe ohnehin keine Probleme: „Imbiss geht immer“, sagt er. Andreas Weise aus Barsinghausen begründet seinen Besuch mit den frischen Waren: „Schmeckt besser als aus dem Supermarkt.“ Eine andere Besucherin findet nur die Zeiten ungünstig: „Frische Waren will man lieber vormittags kaufen.“

Marktleiter Edwin Gartmann bestätigt jedoch den Aufwärtstrend: Es sei nur eine Kartoffel- und Eierhändlerin abgesprungen. „Das hatten wir aber doppelt besetzt. Sie war zu ungeduldig“, sagt er. Gartmann kündigt sogar neue Angebote an. „Es sollen frische Backwaren und Käse dazu kommen“, sagt er.

doc6s9w0eumdnpae23jjfd

Fotostrecke Wennigsen: Die Markthändler beklagen nur das Wetter

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sksno3d82g19r3wgge0
Fast ein kompletter Neustart in Sorsum

Fotostrecke Wennigsen: Fast ein kompletter Neustart in Sorsum

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de