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Neue Hoffnung auf Tempo 30 in Sorsum

Sorsum Neue Hoffnung auf Tempo 30 in Sorsum

Negativer Bescheid, trotzdem neue Zuversicht: Die Region Hannover hat den Antrag auf ein Tempo-30-Limit innerhalb von ganz Sorsum offiziell abgelehnt. Für die zuständige Verkehrsbehörde ist auf der Ortsdurchfahrt derzeit keine konkrete Gefahr erkennbar. Eine für dieses Jahr geplanten Gesetzesänderung macht aber Hoffnung.

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Weg zur Waldorfschule und zum Kindergarten: Die Verkehrsbehörde kann zwar vorerst auf der Ortsdurchfahrt in Sorsum aufgrund der Vorgaben in der Straßenverkehrsordnung keine neue Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. Eine geplante Gesetzesänderung weckt aber große Zuversicht auf eine künftige Tempo-30-Zone im gesamten Dorf.

Quelle: Ingo Rodriguez

Sorsum. Es hatte sich nach einer unauffälligen Geschwindigkeitsstatistik bereits abgezeichnet, aber nun ist es auch offiziell: Die Ortsdurchfahrt von Sorsum wird nicht zur Tempo-30-Zone. Es bleibt bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern auf der Weetzener Straße. Das teilte die Verkehrsbehörde jetzt dem Ortsrat mit.

Die Begründung klingt makaber: "Nach bisheriger Rechtslage zur Straßenverkehrsordnung wird ein Grundrisiko angenommen, was hingenommen werden muss. Eine Temporeduzierung kann demnach nur erfolgen, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt", heißt es in einem Schreiben der Behörde an Ortsbürgermeister Rainer Müller-Nolting. Dieser hatte die gewünschte Geschwindigkeitsbegrenzung für Autofahrer in einem vierseitigen Schreiben begründet. Demnach werde im Ort gerast, es habe bereits mehrere Unfälle gegeben, außerdem sei die Strecke der Schulweg für alle Waldorfschüler.

Diese Argumente weist die Region zurück: Eine konkrete Gefahr begründe sich nicht allein daraus, dass ein Gehweg als Schulweg genutzt werde. "Auch nicht dann, wenn 'nur' Geschwindigkeitsverstöße auftreten", heißt es in dem Schreiben. Nur die Kombination aus bestimmten Faktoren könne eine über das hinnehmbare Risiko hinausgehende Gefahr darstellen. Zwar können laut Region erhöhte Unfallzahlen Gründe für Temporeduzierungen sein - aber nur, wenn Geschwindigkeitsverstöße Auslöser der Unfälle gewesen sind. Raserei hatten jüngst auch Messungen widerlegt. Das Ergebnis: In Sorsum wird auf der Ortsdurchfahrt nur in Ausnahmefällen zu schnell gefahren wird. Von 654 kontrollierten Autofahrern hatten nur fünf gegen die Vorgaben verstoßen.

Geplante Gesetzesänderung weckt Zuversicht

Das vom Ortsrat beantragte Tempo-30-Limit ist trotzdem keineswegs vom Tisch: Laut Region wird derzeit an einer Gesetzesänderung gearbeitet. Die Regionsverwaltung hatte zuvor gefordert, in der  Straßenverkehrsordnung flexiblere rechtliche Voraussetzungen zu schaffen. Seit April gibt es nun offenbar eine  Verabredung der Verkehrsministerkonferenz, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um gesetzliche Grundlagen für Temporeduzierungen im Bereich von Schulen und Kindergärten zu erarbeiten. Das Ziel: Gründe für die Anordnung von Tempolimits sollen sich künftig schon allein durch das Vorhandensein sensibler Bereiche ergeben. Das könne eine Einführung von Tempo 30 in Sorsum erheblich erleichtern, teilt die Region mit. Mit einem Gesetzesentwurf sei im November zu rechnen.

Bis dahin will der Ortsbürgermeister Müller-Nolting jetzt abwarten und vorher "keinen neuen sinnlosen Anträge einreichen". Denn schon der Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz hatte im vergangen Jahr in einer Ausschusssitzung angedeutet: Angesichts der Tatsache, dass Kreisstraßen dazu da seien, Fahrzeuge in einer relativ hohen Geschwindigkeit durch Orte hindurch zu führen, seien der Verwaltung ohne konkrete Gefahren auch in Sorsum rechtlich die Hände gebunden.

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