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Ordensritter werben für die Flüchtlingshilfe

Wennigsen Ordensritter werben für die Flüchtlingshilfe

Das Credo des Gründers als aktuelle Botschaft: Die Ritter des evangelischen Johanniter- und des katholischen Malteserordens haben bei der ökumenischen Gerhardsvesper in der Klosterkirche Wennigsen mehr Unterstützung für die Flüchtlingshilfe eingefordert.

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Die Ordensritter und -Damen versammeln sich vor dem Einzug in die Kirche im Klosterinnenhof.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Menschliches Leid und Elend erträglicher machen: Mit diesem Vorsatz hatte der selige Bruder Gerhard vom Hospital zu Jerusalem im elften Jahrhundert ein Hospiz für kranke Pilger gegründet und damit den Grundstein für Johanniter- und Malteserorden gelegt. Im Gedenken an den gemeinsamen Gründer kommen die Ritter beider Orden mit ihren Hilfsdiensten seit elf Jahren am Gerhardstag, 13. Oktober, in der Klosterkriche zu einer ökumenischen Vesper zusammen.

Angeführt von Freiherr Max von Boeselager vom Malteserorden, Äbtissin Gabriele-Verena Siemers und Friedrich von Oertzen vom Johanniterorden zogen die Ritter jetzt wieder in ihren historisch anmutenden Gewändern zum Gottesdienst in die Klosterkirche ein. Rund 250 Besucher waren zur Gerhardsvesper gekommen, darunter auch Mitglieder befreundeter Orden.

Der Oberlandeskirchenrat im Ruhestand, Peter Kollmar aus Wolfenbüttel, hob in seiner Predigt hervor, dass das Credo des Gründers gut 900 Jahre später nichts an Aktualität eingebüßt habe - vor allem angesichts der heftig umstrittenen Flüchtlingsströme: Trotz aller Zweifel und Ängste wegen anstehender Herausforderungen müsse man sich für Flüchtlinge engagieren und eine Atmosphäre gegenseitigen Respekts schaffen, forderte er. Nur so könnten Malteser und Johanniter ihre Glaubwürdigkeit behalten.

Der Gottesdienst wurde von der Calenberger Kantorei musikalisch begleitet. Bei einem anschließenden Empfang im Klostersaal sei die Predigt auf große Zustimmung gestoßen, sagte von Oertzen. Beide Orden und ihre Hilfsdienste setzen sich schon länger mit verschiedenen Projekten für die Integration von Asylbewerbern ein.

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