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Rot-Grün legt einen Kompromiss vor

Degersen Rot-Grün legt einen Kompromiss vor

Bei der Diskussion um die Ausweitung des Landschaftsschutzgebietes Calenberger Börde bis an den Degerser Ortsrand heran, haben SPD und Grünen nun einen Kompromiss vorgelegt. Eine kleine Fläche soll ausgespart werden. Die Begeisterung von Bürgermeister Christoph Meineke hält sich in Grenzen.

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Das Landschaftsschutzgebiet Calenberger Börde soll bis an den Ortsrand von Degersen ausgeweitet werden. Eine kleine Fläche soll nun aber ausgespart werden.

Quelle: Nils Oehlschläger

Degersen. Die rot-grüne Koalition der Regionsversammlung will zumindest ein etwa vier Hektar großes Gebiet, das parallel zur Niedernfeldstraße in einer Senke am Ortsrand von Degersen liegt, nicht unter Schutz stellen. Die Begründung: Der Bereich hätte eine besondere Bedeutung, weil die anderen an den Kernort angrenzenden Flächen nicht genutzt werden könnten, heißt es in der Erklärung. Dort sei Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen oder Eigentümer wie die Klosterkammer würden die Flächen nicht zur Verfügung stellen.

Auch die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr wäre aus Sicht von SPD und Grüne durch eine gute Busanbindung im Wohngebiet gewährleistet. Die geplante Bebauung befinde sich zudem in einer kleinen Senke und verhindere somit nicht den freien Blick in die Landschaft. Auch aus regionalplanerischer Sicht solle Degersen zudem die Option einer Siedlungsentwicklung am Ortsrand erhalten.

Bürgermeister Christoph Meineke reagiert eher verhalten auf den Kompromiss. Der Rat der Gemeinde Wennigsen hatte in 2010 einen 100 Meter Streifen um Degersen östlich herum vorgesehen. Damit hatte er die ursprüngliche Forderung von 200 Metern, die der Ortsrat gestellt hat, verringert. Der jetzige Vorschlag von SPD und Grüne reduziere den Streifen erneut auf den südöstlichen Teil Degersens, meint Meineke. Immerhin: "Damit könnte aber zumindest eine Abrundung der Ortsentwicklung erfolgen", sagt er.

Ein konkretes Baugebiet sei derzeit allerdings sowieso nicht geplant. Gegenwärtig läuft die Entwicklungsstudie Wennigsen 2020 durch die Ortsräte. Unter dem Motto Innenentwicklung von Außenentwicklung hat der Ortsrat Degersen die Verwaltung beauftragt, eine Hinterliegerbebauung im Dorf zu prüfen.

Das Landschaftsschutzgebiet selbst bezeichnet Meineke als sehr restriktiv, weil weite Teile – in Bönnigsen bis hinunter zur Bahn – neu mit aufgenommen worden seien. "Das bedeutet, dass der von der Region festgesetzte Schwerpunkt Siedlungsentwicklung für die Ortschaften Wennigsen und Degersen im Regionalen Raumordnungsprogramm eigentlich nur noch auf dem Papier existiert", sagt Meineke, der auch den politischen Stil der Fraktionen von SPD und Grüne kritisiert. "Die Überrumpelungstaktik, mit der die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes neu gezogen werden sollten, zeigt die große politische Distanz von Hannover zu den Umlandkommunen", sagt er.

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