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Kuscheldecken sind nicht nur ein Willkommensgruß

Wennigsen Kuscheldecken sind nicht nur ein Willkommensgruß

Eine Kuscheldecke für jedes Flüchtlingskind: Auch in Wennigsen beteiligt sich jetzt eine Gruppe ehrenamtlicher Helfer an der Hilfsinitiative "Mini Decki". Aus gebrauchter Bettwäsche und Stoffresten werden einheitliche Decken für die Kinder von Asylbewerbern genäht. Im Gemeindehaus war jetzt der Auftakt.

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Das Gemeindehaus als Produktionshalle: Auch in Wennigsen nähen jetzt freiwillige Helferinnen für Flüchtlingskinder Kuscheldecken.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Es sind nur kleine Stoffdecken. Aber die aus gebrauchter Bettwäsche und Resten zusammen genähten Handarbeitsprodukte sind mehr als nur ein symbolischer Willkommensgruß. „Die Kinder der Asylbewerber brauchen eine eigene Decke, die auf der unsicheren Reise schützt und ein Zuhause gibt“, sagt Carola Wagner.

Sie hat dafür gesorgt, dass sich jetzt auch in Wennigsen eine Gruppe von rund 20 ehrenamtlichen Helfern an der bundesweiten Hilfsaktion „Mini Decki“ beteiligt. Unter diesem Motto sind seit etwa eineinhalb Jahren in der Schweiz bereits rund 4000 Kuscheldecken für Flüchtlingskinder genäht worden. Übersetzt ins Hochdeutsche bedeutet das Motto „Meine Decke“. Ehrenamtliche Produktionszweige gibt es inzwischen auch in Pattensen und Springe. Das Ziel: Jedes Flüchtlingskind soll eine eigene Decke bekommen, die in fremder Umgebung Trost spendet, Schutz bietet und als persönlicher Besitz die Eingewöhnung erleichtert.

„In Springe haben wir etwa 200 Decken verteilt, 150 werden derzeit genäht“, sagt Helge Zdebel-Müller. Sie ist nach Wennigsen gekommen, um beim Auftakt zu helfen. Die evangelische Kirchengemeinde hat für die erste Produktionseinheit das Gemeindehaus zur Verfügung gestellt. Mithilfe des Kirchenkreises und privater Spenden sowie kistenweise gespendeter Bettwäsche und Stoffreste nahmen jetzt Mitglieder der Gemeinde und weitere freiwillige Helfer die Textilarbeit auf. „Ein syrischer Schneider macht auch mit“, sagt Wagner.

Genäht wird nach Anleitung und einheitlich: Jede Decke ist gleich groß und mit Stoffeinlage. Im Dezember wurden in Wennigsen bereits vor dem offiziellen Start rund 20 Decken an Flüchtlingskinder verteilt. Aber es gibt noch viel zu tun: "Bislang leben in Wennigsen etwa 70 Kinder, bis zu 80 weitere werden erwartet“, sagt Wagner. Die 34-jährige Daniela Wappenhans ist aus der Wennigser Mark gekommen, um zu helfen. „Die Integration wird leichter, wenn sich die Kinder willkommen fühlen“, sagt sie.

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