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Stille Einkehr ist ein Besuchermagnet

Wennigsen Stille Einkehr ist ein Besuchermagnet

Ort der Stille und Touristenattraktion: Jahr für Jahr kommen rund 1000 Besucher in die Klosterkirche, um außerhalb der Gottesdienstzeiten einen Moment lang inne zu halten und zu verweilen. Möglich ist das nur, weil rund 20 Gemeindehelfer ehrenamtlich zur stillen Einkehr einladen – seit zehn Jahren.

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Gewähren seit zehn Jahren Einblicke und hören zu: Die ehrenamtlichen Helfer der Gruppe Offene Kirche ermöglichen Ausflüglern und Gläubigen an jedem Sonntag auch außerhalb der Gottesdienste, in der Klosterkirche einen Moment zu verweilen.

Quelle: privat

Wennigsen. Was die ehrenamtliche Gruppe Offene Kirche der Marien-Petri-Gemeinde seit 2006 anbietet, ist nicht nur ein Service für Gläubige: „Einige Besucher kommen an den Ort ihrer Taufe oder Trauung zurück, andere interessieren sich nur für die Architektur und wollen die Stille genießen oder trauern, weinen und beten“, sagt Karin Hahnefeld.

Sie ist die Sprecherin und Koordinatorin der Gruppe mit rund 20 ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern. Seit genau zehn Jahren schon öffnen die Freiwilligen an jedem Sonntagnachmittag für Besucher die Klosterkirche – im Winter von 14 bis 16 Uhr, im Sommer von 15 bis 18 Uhr. „Im Jahr 2015 haben wir 1053 Gäste registriert, davor waren es 1158“, sagt Hahnefeld. Die Gruppe führt Buch. „Durchschnittlich kommen etwa 900 Gäste pro Jahr zur stillen Einkehr an den Sonntagen“, sagt sie.

Hahnefeld gehört ebenso wie elf weitere Gemeindehelfer zu den Gründungsmitgliedern. Die Initiative sei von der früheren Pastorin Anke Garhammer-Paul ausgegangen. „Die Pastorin hatte im Herbst 2005 einige Gemeindemitglieder angesprochen, ob sie bei so einer Gruppe mitmachen wollen. Da waren wir sofort dabei“, sagt Hahnefeld. Viermal im Jahr treffen sich alle Helfern, um Erfahrungen auszutauschen und die Dienstpläne auszuarbeiten. „An den Sonntagen sind jeweils zwei von uns dabei, sorgen für Kerzenlicht, meditative CD-Musik und beaufsichtigen die Kirche“, sagt Hahnfeld. Die Ehrenamtlichen halten sich aber nicht nur im Hintergrund auf, sondern beantworten auch Fragen zur Kirche und suchen bei Bedarf das Gespräch. „Man hat ein Gespür dafür entwickelt, wer angesprochen werden möchte oder nicht“, sagt die Gruppenleiterin. Es komme immer wieder zu bewegenden Begegnungen und Gesprächen. „Über die Kirche, das Kloster und Privates, so Hahnefeld.

Etabliert haben sich auch kleine Zusatzangebote: Der Kunstschmied Jörg Rasmussen aus Leveste fertige vor zehn Jahren mithilfe von Spenden eine massive Weltkugel an, die Besucher nutzen, um entzündete Teelichter darauf abzustellen. Außerdem wurden Gebetskärtchen angeschafft, ein Tisch für die Teelichter, ein Schaukasten, Plakate und eine Stellwand. Für touristisch interessierte Gäste liegen zweisprachige Flyer mit Informationen über die Klosterkirche aus. „Von den Erlösen aus dem Postkartenverkauf finanzieren wir neue Kerzen“, sagt Hahnefeld.

Nicht durchgesetzt hatte sich anfangs zwar eine zweite Öffnungszeit an jedem Freitag. „Trotzdem gab es seit 2006 fast 10 000 Besucher an Sonntagen“, sagt Hahnefeld. Die Bilanz und das Minijubiläum will die Gruppe mit einer Fahrt nach Lüneburg feiern – Kirchenbesichtigung inbegriffen.

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