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Eine Luthereiche für den Wennigser Friedhof

Wennigsen Eine Luthereiche für den Wennigser Friedhof

Besonderer Reformationstag: Auch auf dem Wennigser Friedhof wächst nun eine Luthereiche, die in Gedenken an Martin Luther am Montag gepflanzt wurde. 500 Jahre Reformation. Die Marien-Petri-Kirchengemeinde würdigt den Reformator im Lutherjahr 2017 mit mehreren Veranstaltungen.

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Auf dem Friedhof (von links): Pastorin Annette Behnken, Friedhofsausschussvorsitzender Michael Albrecht und Fiedhofswart Friedrich Noltemeyer pflanzen die Luthereiche.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Alles war gut vorbereitet: Friedhofsausschussvorsitzender Michael Albrecht setzte die Luthereiche in die Erde, Friedhofswart Friedrich Noltemeyer schaufelte das Loch wieder zu. Pastorin Annette Behnken packte kurz mit an. Hinterher gab es einen Kräuterlikör, einen Bredenbecker Hegebitter. Den ersten Schluck bekam das neue Bäumchen, wie es hier so Usus ist.

Die erste Luthereiche soll einst an der Stelle in Wittenberg gepflanzt worden sein, an der der Reformator öffentlich eine päpstliche Bannandrohungsbulle verbrannt hatte. Nun wächst auch eine auf dem Wennigser Friedhof, mitten auf einer Wiese, auf der im Frühjahr die Margeriten blühen. "Luther lag daran, dass sich die Menschen mit dem Sterben befassen und auf den Tod vorbereiten", erinnerte Pastorin Annette Behnken in ihrer Andacht. Mitten im Leben an den Tod denken. Viele Wennigsen gehen auf dem Friedhof einfach so spazieren oder zünden im Mausoleum eine Kerze an. Die Vergänglichkeit des Lebens, auch "unsere Eiche ist so ein memento mori", sagte Behnken. "Sie wird uns lange, lange überleben."

Neben der Klosterkirche gegenüber der Luther-Büste von Bildhauer Sötebier steht bereits eine Luthereiche, die wohl 1917, aus Anlass des 400. Jahrestages der Reformation, gepflanzt wurde. Zumindest vermutet Heimatmuseumsvorsitzender Dirk Müller das. Es gebe alte Aufnahmen, die um 1900 entstanden sind und auf denen diese Eiche an der Kirche noch nicht drauf sei, berichtet Müller. Und er erinnert sich an eine früheren Patientin, 1911 geboren, die ihm irgendwann einmal erzählt habe, dass sie als Kind dabei gewesen sei, als die Eiche an der Kirche gepflanzt wurde. 1917 käme also hin.

Mehrere Veranstaltungen im Lutherjahr 2017

"Sehnsucht nach Chorälen" heißt eine neue Gottesdienst-Reihe zum Reformationsjubiläum, die am ersten Advent beginnt und sich dann in loser Folge bis ins nächste Jahr zieht. Alte Choräle im neuem Gewand: Für das Projekt hat sich eigens eine Band gegründet, die die Kirchenmusik neu vertont. Der Gottesdienst am 27. November um 10.30 Uhr in der Klosterkirche gestalten Pastorin Annette Behnken und ihr Kollege Carsten Wedemeyer.

Die Klosterbühne, die unter dem Dach der Kirche Theater spielt, verbindet ihr neues Stück "Hans im Glück" mit Luther. Die Kirche hatte das Ensemble gefragt, ob es sich am Lutherjahr beteiligt. Ein typischen Lutherstück wie "Thomas Münzer" kam aber von vornherein nicht infrage. Stattdessen führt Regisseur Ernst-Richard Köper in Brechts Bühnenfassung von einem Märchen der Brüder Grimm den shakespearschen Narren ein, der die Handlung kommentiert und Bezüge zum lutherischen Gedankengut herstellt. Premiere ist im März.

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