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Elterntaxis: Gemeinde sieht sich machtlos

Wennigsen Elterntaxis: Gemeinde sieht sich machtlos

In vielen Kommunen beschweren sich Anlieger oder Schulleitungen über die hohe Anzahl sogenannter Elterntaxis - Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen. Auch an der KGS in Wennigsen herrscht Unmut über die Parkplatzsituation, doch die Gemeinde sieht derzeit keine Lösung.

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Auch an der Sophie-Scholl-Gesamtschule gibt es Kritik an den sogenannten Elterntaxis.

Quelle: Marcel Sacha

Wennigsen. Schulleiterin Birgit Schlesinger beschreibt die aktuelle Lage an der Sophie-Scholl-Gesamtschule als zu eng, unübersichtlich und gefährlich. Gerade zu den Stoßzeiten bestehe durch das hohe Verkehrsaufkommen und durch die schmale Fahrbahn auf dem Schulparkplatz ein erhöhtes Risiko für die Schüler.

Doch nicht nur das. "Außerdem nehmen zahlreiche Autofahrer die ohnehin nur begrenzt verfügbaren Parklücken in Anspruch, obwohl sie die Schule gar nicht besuchen", sagt Schlesinger. Stattdessen nutzten sie den Parkplatz, um von dort zu Fuß zu ihren eigentlichen Fahrtzielen zu gehen. "Dadurch nehmen diese Leute unseren Lehrkräften die Parkplätze weg."

Daher schlägt die Rektorin vor, zumindest während der Unterrichtszeiten die Personengruppen, die zur Nutzung des Parkplatzes berechtigt sind, einzuschränken, sodass zukünftig nur noch Mitarbeiter, Schüler und Publikumsverkehr eine Parkberechtigung besitzen. "So geht es auf jeden Fall nicht weiter", sagt sie.

Die Parkplatzsituation an der KGS ist auch im Rathaus bereits seit Längerem ein Thema. Wie Fachbereichsleiterin Barbara Zunker mitteilt, hat die Gemeinde jedoch noch keine Lösung gefunden, die das Problem beheben könnte. "Es wird sich auch durch zusätzliche Einschränkungen nichts am Verhalten der Eltern ändern", sagt sie.

Diese Schlussfolgerung zieht sie aus nicht erfolgreichen Maßnahmen in der Vergangenheit. "Wir haben bereits häufiger Mitarbeiter des Ordnungsamtes vorbei geschickt, aber einen Prozess des Umdenkens konnten wir damit nicht erreichen", sagt Zunker. Auch zusätzliche Einschränkungen würden ihren Worten nach nicht helfen - zumal abseits der Stellplätze ohnehin bereits absolutes Halteverbot auf dem Parkplatz bestehe.

Eine Erweiterung des Parkplatzes ist aus Sicht der Gemeinde ebenfalls keine Alternative. Laut Zunker hat die Verwaltung die Erfahrung gemacht: "Je größer die Fläche ist, desto rücksichtsloser verhalten sich die Eltern."

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Auch ein Halteverbot hält viele Eltern nicht davon ab, ihre Kinder bis vor die Eingangstür zu fahren.

Quelle: Marcel Sacha

Von Marcel Sacha

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