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Erde aus Biotop sichert das Neubaugebiet

Wennigsen Erde aus Biotop sichert das Neubaugebiet

Der Unterhaltungsverband Mittlere Leine hat in seinem Biotop zwischen Wennigsen und Sorsum Bodenproben entnehmen lassen, um die mögliche Schadstoffbelastung in der Erde zu testen. Dort entsteht entlang des Mühlbaches die etwa 5,5 Hektar große ökologische Ausgleichsfläche für das Neubaugebiet Klostergrund.

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Abbrucharbeiten auf dem Klostergrund: Alle Hütten auf den ehemaligen Parzellen müssen wegen Asbest Stück für Stück abgetragen und entsorgt werden. Darum kümmert sich ein Spezialunternehmen aus Hameln.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Grund für die Bodenanalyse: Im Oberboden des Klostergrundes befinden sich aus der bisherigen Nutzung des Geländes als Kleingartenkolonie noch Asbestrückstände. Um die Voraussetzungen für eine Wohnbebauung zu schaffen, soll dieser asbesthaltige Boden in einem Lärmschutzwall im nördlichen Randbereich an der Bahnlinie vergraben werden. Mutterboden und ein Geovlies sollen diesen Wall abdecken und das Asbest damit unschädlich machen. "Und dieser saubere Boden soll aus dem Biotop kommen", erklärt Projektingenieur Friedrich Hüper vom Unterhaltungsverband. Dieser Sanierungsplan ist mit der Region vereinbart.

Hüper will den Ergebnissen der Bodenanalyse nicht vorgreifen, er geht aber davon aus, dass es keine Schwierigkeiten geben wird. Mindestens 6000 Kubikmeter abgetragener Oberboden aus dem Biotop am Mühlbach will der Unterhaltungsverband in einer Miete einlagern, aus der sich dann der Klostergrund-Investor jederzeit bedienen könne. Hüper schätzt, dass der Boden im Klostergrund über das gesamte Gelände etwa 30 Zentimeter tief abgetragen und neu aufgefüllt werden muss.

3,5 Hektar Fläche gehören dem Nabu am Ortsausgang Richtung Sorsum in Höhe der Knölkebrücke. Mit der Region Hannover als Naturschutzbehörde ist vertraglich geregelt, dass er dieses Areal pflegt. Teilweise wurden Büsche und Laubbäume angepflanzt, um Insekten, Vögeln und anderem Wild einen erweiterten ungestörten Lebensraum zu geben. In anderen Bereichen stehen Streuobstbäume. Zusammen mit den Flächen der Klosterkammer, die als Ausgleichsflächen für das Baugebiet Klostergrund nun der Natur überlassen werden, ist das Biotop nördlich und südlich des Wennigser Mühlbachs neun Hektar groß.

Inzwischen hat die Klosterkammer das Areal der Gemeinde übertragen. Die Kosten für Herstellung und Pflege der ökologischen Flächen teilen sich Kammer und Gemeinde. Wie viel das ist, will niemand öffentlich sagen. Nur so viel: Der Unterhaltungsverband hat einen Vertrag über 
25 Jahre abgeschlossen. Die Ausgleichsfläche führt von Wennigsen zwischen der Landesstraße 391 und dem Mühlbach fast bis nach Sorsum. Am äußeren Rand soll ein Regenrückhaltebecken entstehen. Hüper spricht von einem Baubeginn im Juni oder Juli.

Wasserbüffel wie in Ihme-Roloven sollen die Fläche beweiden, weil sich das Sumpfgebiet, das sich im Bereich des Rückhaltebeckens bilden wird, schlecht mähen lässt. So weit sei es aber sicherlich erst in zwei Jahren, sagt Hüper und rechnet anhand des Zeitplans grob vor: Erdaushub 2017, dann Begrünung. Im Jahr 2018 will er alles einen Sommer lang wachsen lassen. Die Büffel würden dann erst ab Frühjahr 2019 am Mühlbach grasen.

Sanierungsplan gehört zum Erschließungsvertrag

Seit drei Wochen ist ein Spezialunternehmen aus Hameln dabei, alle Bauten auf den ehemaligen Kleingarten-Parzellen an der Degerser Straße wegen Asbest Stück für Stück abzutragen und zu entsorgen. Ein Umweltgutachter begleitet alle Arbeiten. Der Sanierungsplan war auf Wunsch des Bauausschusses in den Erschließungsvertrag aufgenommen worden. Der Klostergrund wird das größte Wennigser Baugebiet der vergangenen Jahrzehnte. Auf dem sieben Hektar großen Gelände sollen 160 Wohneinheiten für etwa 500 Menschen entstehen - Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Der Kölner Investor Ideal Wohnen hat das Areal von der Klosterkammer erworben und steckt mehr als 40 Millionen Euro in das Projekt.

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Fotostrecke Wennigsen: Erde aus Biotop sichert das Neubaugebiet

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