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Experten sollen Hochwasser stoppen

Bredenbeck Experten sollen Hochwasser stoppen

Die Gemeinde Wennigsen will mehr als eine Million Euro investieren, um in Bredenbeck den Hochwasserschutz zu verbessern. Derzeit arbeiten Experten an einem neuen Abwassersystem. Bei heftigen Regenfällen tritt regelmäßig die Beeke über die Ufer und überschwemmt Grundstücke und Keller.

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Trügerisches Idyll: Die unscheinbare Bredenbecker Beeke tritt bei starkem Niederschlag nicht nur entlang der Gutsmauer, sondern auch im Ortskern entlang Straße Braukamp regelmäßig über die Uferböschung und sorgt bei Anliegern für überflutete Grundstücke und Keller (siehe auch Bildergalerie).

Quelle: Ingo Rodriguez/privat

Bredenbeck. Es sind vor allem die Anwohner entlang der Bredenbecker Beeke, die bei besonders heftigen Regenfällen immer wieder sehr besorgt sind. Seit Jahren schon tritt der unscheinbare Bach bei starken Niederschlägen über die Uferböschungen und überschwemmt an den Straßen Braukamp und An der Beeke Gärten, Hauseingänge und Keller.

Zuletzt waren im Juli bei außergewöhnlich starken Regenfällen wieder einmal etliche Anwohner betroffen. Erhebliche Schäden hinterließen die Überschwemmungen aber nicht nur direkt am Bach, sondern auch entlang der Ortsdurchfahrt – bei einigen Dienstleistern und Handwerksbetrieben ebenfalls.

Das jüngste Hochwasser war jedoch nicht der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Bereits mehr als einen Monat zuvor hatte ein von der Gemeinde Wennigsen beauftragtes Ingenieurbüro aus Hannover im Bauausschuss Vorschläge präsentiert, um den Hochwasserschutz im überschwemmungsgeplagten Bredenbeck zu verbessern. Vor allem sind es zusätzliche Stich- und Verbindungskanäle sowie weitere Regenrückhaltebecken, die die Dorfbeeke zähmen und auch an umliegenden Standorten die Situation entspannen sollen.

Inzwischen sind die Planungen ein Stück weiter voran gekommen. Rund 32 000 Euro hat die Gemeinde bereit gestellt, damit das beauftragte Ingenieursbüro die bisherigen Ideen konkretisiert und ein ganz neues hydraulisches Abwassersystem für Bredenbeck konzipiert. Für 2017 stehen laut Gemeindeverwaltung weitere 100 000 Euro bereit, um mit kleinen Baumaßnahmen besonders dringende Entlastungvorrichtungen anzulegen. Anschließend sollen weitere Mittel angemeldet werden, um spätestens im Jahr 2018 mit der baulichen Umsetzung des neuen Gesamtkonzepts zu beginnen.

Den langen Vorlauf kann Fachbereichsleiter Martin Waßermann begründen. „Das komplette neue hydraulische System ist sehr planungsintensiv – auch wegen notwendiger Grundstücksnutzungen und -ankäufe für die bauliche Umsetzung“, sagt Waßermann. Zugesichert hat die Gemeinde auch bereits, weitere Hinweise von Anwohnern und aus der Bevölkerung in die laufenden Planungen der Experten einfließen zu lassen.

Auch die Bedenken der Wennigser CDU-Ratsfraktion wegen bislang unberücksichtigter Flächen im überplanten Einzugsgebiet werden aufgenommen – ebenso wie Hinweise auf bislang unbekannte Wassereinleitungen in das Entwässerungssystem.

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