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Feuerwehr wünscht sich ein neues Fahrzeug

Wennigsen Feuerwehr wünscht sich ein neues Fahrzeug

Bei der Besichtigung des Feuerwehrgerätehauses in Bredenbeck zeigten die Kameraden dem Ausschuss viele Mängel. Ideal wäre ein kompletter Neubau, im Vordergrund steht aber der Ersatz für das Löschfahrzeug. Der Ausschuss will sich aber erst einen Überblick über die Gesamtsituation machen.

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Gemeinsam mit dem Ortsrat besichtigt der Ausschuss für Feuerschutz und öffentliche Ordnung, Mobilität und Digitales das Feuerwehrgerätehaus in Bredenbeck.

Quelle: Johanna Kruse

Bredenbeck. Der Vorplatz ist zu klein für Übungen. Für die Trennung von kontaminierter und sauberer Einsatzkleidung ist zu wenig Platz. Und im Gerätehaus entstehen durch die Enge bei Einsätzen diverse Unfallgefahren und Stolperfallen. "Im Ernstfall müssen sich hier 20 Kameraden gleichzeitig umziehen", sagte der Kamerad Michael Hirt bei einer Führung durch das Feuerwehrgerätehaus am Mittwochabend.

"Es sind diverse Mängel, die sich angesammelt haben. Es ist zum Beispiel Pflicht, dass alle Kameraden nach einem Einsatz duschen müssen, da sie kontaminiert sind. Das geht hier nur zeitversetzt, da es keine getrennten Duschen gibt und das Bad müssen wir, kontaminiert, durch die Küche betreten", erklärte Hirt den Mitgliedern von Ortsrat und Feuerschutz-Ausschuss.

Das größte Sorgenkind der Feuerwehr ist aber das Löschfahrzeug. 30 Einsatzjahre hat der TLF8/18 schon hinter sich. "Vorgesehen ist eigentlich nur eine Nutzungsdauer von 20 Jahren", sagte Hirt. Für die Ersatzbeschaffung würden Kosten in Höhe von rund 600 000 Euro anfallen. Sollte dies genehmigt werden, bahnt sich aber schon das nächste Problem an: Die neueren Fahrzeuge sind größer und passen nicht durch das Tor des Gerätehauses. Doch auch diesen Punkt haben die Kameraden schon durchdacht. "Dafür gibt es eine einfache und günstige Lösung", erklärte Hirt. "Wenn wir Falttore einbauen, die zur Seite hin aufgehen, würde es passen."

Dass die Idealvorstellung der Kameraden, ein kompletter Neubau des Feuerwehrhauses und die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen, ein großer Traum ist, ist den meisten klar. "Wir müssen natürlich auch die kommunalen Haushalte berücksichtigen", sagte der Feuerwehrmann. "Deshalb liegt unsere Priorität erst mal nur auf dem Einsatzfahrzeug. Unser Wunsch ist es, das bis 2020 zu beschaffen." Für weitere Maßnahmen bezüglich eines Um- oder Neubaus schlug er vor, eine Projektgruppe zu gründen, die sich mit dem Thema befasst.

Vom Ausschuss bekam der Vortrag viel Zustimmung. Die Vorsitzende Angelika Schwarzer-Riemer von den Grünen bemerkte aber auch, dass der Haushalt der Gemeinde die hohen Kosten nicht hergebe. "Wir können den Haushalt leider nicht beliebig ausreizen, da die Region uns diesen dann nicht bewilligt", erklärte sie. Joachim Batke von der CDU betonte, dass die Feuerwehr Bredenbeck eine der zwei Stützpunktfeuerwehren der Gemeinde sei und das Fahrzeug somit eine elementare Rolle für die Abdeckung der Gemeinde spiele.

Dem pflichtete auch ein Kamerad bei. "Wir machen das alle ehrenamtlich und sind freiwillige Kräfte. Somit ist dies schon die günstigste Form für die Gemeinde den Brandschutz sicherzustellen", sagte er. Ortsbrandmeister Sven Lührs fügte hinzu: "Es ist die Pflicht der Gemeinde, Brandschutz zu gewährleisten. Das ist gesetzlich festgelegt. Wir unterstützen sie dabei, aber die Ausstattung muss zeitgemäß sein."

Bevor es zu einer Bezuschussung kommt, wird der Ausschuss noch weitere Feuerwehrgerätehäuser besichtigen, um sich einen Überblick über alle Missstände zu verschaffen. Die nächste Begehung soll am 30. März in Degersen stattfinden.

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Von Johanna Kruse

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