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Feuerwehrhaus in Degersen soll Neubau werden

Degersen Feuerwehrhaus in Degersen soll Neubau werden

Der Bauausschuss von Wennigsen hat sich für einen Neubau des Feuerwehrhauses in Degersen an anderem Standort ausgesprochen. Bei einer Begehung mit einer Expertin der Unfallkasse wurde schnell klar, dass zu viele Mängel vorliegen, die am aktuellen Standort nicht optimal beseitigt werden können.

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Marion Holzkamp von der Feuerwehrunfallkasse zeigt Mitgliedern aus Rat und Ausschuss die Mängel, die überall im Feuerwehrhaus vorliegen.

Quelle: Johanna Kruse

Degersen. Bei der Begehung des Feuerwehrhauses in Degersen am Donnerstagnachmittag war schnell klar: Auf lange Sicht ist ein Umbau nicht sinnvoll. Degersens Ortsbrandmeister Jörg Ommen erklärte vor Ort den Ablauf bei einem Einsatz. "Hier kommen viele Punkte zusammen, die geändert werden müssen", sagte Marion Holzkam, die Gutachterin der Feuerwehr-Unfallkasse.

Zu wenig Parkplätze, keine getrennten Umkleiden, keine Duschen, der Eingang führt durch die Garage und vor allem zu wenig Platz um das Feuerwehrfahrzeug herum - das sind die Hauptmängel, die Holzkamp feststellte. Die Unfallkasse hatte diese bereits 2011 in einer Begehung kritisiert und der Gemeinde die Erneuerung nahegelegt.

"Eine Fahrzeughalle muss heutzutage mindestens fünfeinhalb Meter breit und zehn Meter lang sein. Zusätzlich muss vor der Garage noch einmal zehn Meter Platz sein", erklärte die Expertin. Auch die Vorschrift, dass zwischen der geöffneten Fahrzeugtür und der Garagenwand noch mindestens 50 Zentimeter Platz sein müsse, kann in Degersen nicht annähernd eingehalten werden. Eine Schließung droht akut zwar nicht, der Bestandsschutz wurde aber schon bei der letzten Besichtigung aufgehoben.

Ein großes Problem ist auch die Fahrzeugneubeschaffung, die in Degersen mittlerweile dringend nötig wäre. Ein neueres, und somit auch größeres Fahrzeug, würde jedoch nicht mehr in die Halle des Gerätehauses passen. Wunsch der Feuerwehr ist zudem ein weiterer Mannschaftstransportwagen, für den ebenfalls ein gesonderter Stellplatz eingerichtet werden müsste. Für diese Pläne schätzt Holzkamp einen Umbau für unrealistisch ein. "Hier noch ein Fahrzeug unterzubringen und die Mängel anzupassen, ist nahezu unmöglich", erklärte sie.

Somit waren sich die Mitglieder des Bauausschusses schnell einig: Ein Neubau an einem anderen Standort muss her. "Man sollte das noch einmal grob überschlagen, aber hier noch einen Planer einzusetzen, der dann feststellt, dass es an diesem Ort einfach nicht geht, erzeugt nur weitere unnötige Kosten", erklärte Ausschussmitglied Klaus Kropp von der SPD. Nach kurzer Abstimmung wurde beschlossen, der Verwaltung den Auftrag für die Suche nach einem neuen Gelände und den Neubau des Feuerwehrhauses zu geben.

Bürgermeister Christoph Meineke betonte, dass dieses Gerätehaus oberste Priorität im Rat habe. "Degersen ist das dringendste Feuerwehrprojekt in Wennigsen. Hier ist Handlungsbedarf, und das steht auf Platz eins der Prioritätenliste. Da müssen sich alle anderen Wehren leider hinter Degersen anstellen." Er fügte hinzu: "Bislang konnten wir zwar noch kein optimales Ersatzgrundstück finden, aber es gehört zu den akuten Aufgaben in der Verwaltung." Die Feuerwehr zeigte sich offen für jedwede Ergebnisse. "Wir wollen einfach eine Veränderung - egal in welcher Form", sagte Ommen.

Die Begehungen in anderen Ortsteilen

Nicht nur das Feuerwehrhaus in Degersen weist erhebliche Mängel auf. Nach und nach besichtigt der Ausschuss für Feuerschutz die Gerätehäuser der Wennigser Ortswehren, um eine Übersicht aller Mängel zu haben und eine Prioritätenliste zu erstellen. Bei vielen Gerätehäusern zeigt sich das gleiche Problem - es müssen neue Fahrzeuge her, die aber größer sind als die alten und nicht mehr in die Garagen passen. Das ist in Evestorf genauso der Fall wie in Bredenbeck, wo die Begehung in der vergangenen Woche stattfand.

Nach der Begehung in Degersen folgt noch eine weitere bei der Ortsfeuerwehr in der Wennigser Mark am 4. Mai. Danach will der Ausschuss einen Übersichtsplan erstellen, aus dem eine Prioritätenliste abgeleitet werden wird. Dabei wird es jedoch kaum möglich sein, alle Wünsche zu erfüllen, wie die Ausschuss-Vorsitzende Angelika Schwarzer-Riemer bei der letzten Sitzung bemerkte. "Wir haben ja einen Rahmen für den Haushalt und können diesen leider nicht beliebig ausreizen, da die Region uns diesen dann nicht bewilligt", sagte sie. Nach der Besichtigung in Degersen und der Empfehlung der Feuerwehrunfallkasse ist aber klar: Das Feuerwehrgerätehaus in Degersen hat oberste Priorität.

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Von Johanna Kruse

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