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Feuerwehrhaus wird zum Sicherheitsrisiko

Wennigser Mark Feuerwehrhaus wird zum Sicherheitsrisiko

Garage und Umkleide sind viel zu eng, keine Abgasabsauganlage, keine Duschen, kaum Parkplätze: Die Feuerwehrunfallkasse (FUK) hat bei einer Begehung heftige Kritik an dem Gerätehaus und dem Standort der Feuerwehr Wennigser Mark geübt. Die FUK fordert einen Anbau.

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Die Feuerwehrunfallkasse begutachtet bei der Begehung das Gerätehaus in Wennigser Mark.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigser Mark. Die zum Teil desolaten Zustände im und am Gerätehaus sind den Einsatzkräften und dem Ortskommando aber bestens bekannt. Es war auch der Ortsbrandmeister Thorsten Schmedes, der angesichts der geplanten Ersatzbeschaffung für das 27 Jahre alte Löschfahrzeug mit der Gemeinde und der FUK nach Lösungen für die Platz- und Sicherheitsmängel suchen wollte. „Das im Bedarfsplan für 2018 vorgesehene neue Löschfahrzeug passt nicht in unsere Garage“, sagte Schmedes in seiner Begrüßung.

Bei einem etwa einstündigen Rundgang mit der FUK, Vertretern der Feuerwehr sowie aus Rat und Verwaltung verwies er dann schonungslos auf alle Missstände im 1965 errichteten und 1991 erweiterten Feuerwehrhaus. Die Diplom-Ingenieurin Marion Holzkamp vom FUK-Geschäftsbereich Prävention nahm sich viel Zeit für die Besichtigung. Sie war gekommen, um den Unfallschutz zu überwachen und zu beraten. Deshalb informierte sie sich zunächst über die Ortsfeuerwehr: 24 Aktive, darunter sieben Frauen, fünf bis zehn Einsätze pro Jahr, Kinder- und Jugendabteilung, wenig Anfahrts- und Parkmöglichkeiten an einer viel befahrenen Straße – diese Aspekte seien bei der Begutachtung zu berücksichtigen.

Trotzdem stellte die Expertin dem Standort ein schlechtes Zeugnis aus und erteilte den Auftrag für eine unverzügliche Dienstanweisung: „Das Einsatzfahrzeug darf wegen fehlender Seitenabstände nur noch nach dem Herausfahren aus der Garage besetzt werden.“ Wegen neuester Unfallverhütungsvorschriften fällte Holzkamp ein vernichtendes Urteil: Selbst der Fahrer könne innerhalb der Garage kaum einsteigen. Zu wenig Lagerfläche, der Einbau einer fehlenden Abgasabsauganlage sei wegen der Enge nahezu unmöglich. „Damit keine Gefahr für Leib und Leben besteht, sind bauliche Maßnahmen nötig“, so Holzkamp.

Die weitere Kritik am Standort im Schnelldurchlauf: Nur vier Parkplätze für 24 Aktive und trotz mindestens neun notwendiger Rettungskräfte bei Einsätzen, Stolperfallen, keine getrennten Umkleidekabinen, keine Duschen, keine Entlüftung in der winzigen Umkleide, Schimmelgefahr, viele Einsatzkräfte müssen ihre Schutzkleidung entgegen der Hygienevorschriften zu Hause säubern und aufbewahren.

Die FUK fordert von der Gemeinde als zuständigen Feuerwehrträger einen An- oder Neubau für den Löschwagen. Im schlimmsten Fall droht die Stilllegung der Fahrzeughalle. Doch so weit komme es in den seltensten Fällen, sagte die FUK-Expertin. Zunächst erhalte die Gemeinde einen Bericht, dann habe sie drei Monate Zeit für eine Stellungnahme. "Dann kommen Gespräche, Vereinbarungen und eine Nachbesichtigung." Die FUK sei für Ideen offen.

Holzkamp empfahl, die Fahrzeughalle als Umkleideerweiterung zu nutzen, für das Fahrzeug sei ein Anbau nötig. "Die Sitzecke vor dem Haus könnte für weitere Parkplätze geopfert werden", so die Expertin. Es seien überall die gleichen Versäumnisse: „Ausrüstung und Fahrzeuge werden größer, aber die Hallen wachsen nicht mit“, sagte Holzkamp. Baufachbereichsleiter Martin Waßermann will nun den FUK-Bericht abwarten und dann mögliche Maßnahmen mit dem Feuerwehrbedarfsplan abstimmen.

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