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Flüchtlinge: Geht's nicht mehr ohne Turnhalle?

Wennigsen Flüchtlinge: Geht's nicht mehr ohne Turnhalle?

Nichts ist mehr ausgeschlossen: 207 Flüchtlinge leben aktuell in Wennigsen, 500 weitere werden es bis zum Jahresende sein. Kommt die nächste Flut an Flüchtlingen, "werden wir auch Turnhallen in Anspruch nehmen müssen", sagte Fachbereichsleiterin Barbara Zunker am Montag im Sozialausschuss.

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Diese Turnhalle wurde zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Könnte es so auch in Wennigsen werden?

Quelle: Marijan Murat

Wennigsen. 207 Flüchtlinge leben aktuell in Wennigsen, 500 weitere werden es bis zum Jahresende sein. "Und wenn ich mir die Nachrichten aus Aleppo ansehe, werden diese Zahlen auch nicht runtergehen", sagte Fachbereichsleiterin Barbara Zunker am Montagabend im Sozialausschuss. Kommt die nächste Flut an Flüchtlingen, "werden wir auch Turnhallen in Anspruch nehmen müssen", schließt sie keine Möglichkeit mehr aus. Und nicht nur das: "Wir müssen auch die Infrastruktur bereitstellen", sagte Zunker. Die Fachbereichsleiterin spricht von zwei oder sogar drei neuen Kindergruppen, die gegebenenfalls gebraucht werden. Und je zwei zusätzlichen Klassen an den beiden Grundschulen.

Die neue Gemeinschaftsunterkunft in Holtensen ist inzwischen komplett belegt. Die meisten Asylbewerber, die dort wohnen, kommen aus Syrien. Vier sind aus Georgien. Zwei Familien aus sicheren Herkunftsländern sind derweil freiwillig ausgereist. Eine Abschiebung gab es. 

Bevor die andere Sammelunterkunft an der Max-Planck-Straße im April bezogen wird, will die Verwaltung für die Anwohner eine offene Begehung anbieten. Bis zu 50 Menschen können dort einziehen. Dann wird es eng. Ohne weitere Unterbringungsmöglichkeiten "wären wir im Juni dicht", sagte Zunker.

50 Wohnwagen hat die Gemeinde erst vor wenigen Tagen gekauft. Der letzte Notnagel, betonte Zunker. Inzwischen wurde auch das ehemalige Kinderheim in der Nähe des Bahnhofs angemietet. Die Gemeinde will auch weiterhin Privatwohnungen, die ihr angeboten werden, anmieten. Enteignet wird keine Wohnung. Weil immer mehr Flüchtlinge in Wennigsen untergebracht werden müssen, befürchten inzwischen meist ältere Hausbesitzer, die Gemeinde könnte sie irgendwann zwingen, leerstehende Zimmer an Flüchtlinge zu vermieten. Eine Bürgerin hatte diese Angst im Ausschuss geäußert.

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HAZ-Redakteur/in Jennifer Krebs

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