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Flüchtlinge lernen alles über Erste Hilfe

Wennigsen Flüchtlinge lernen alles über Erste Hilfe

Beim Erste-Hilfe-Kurs im Familienzentrum von Wennigsen konnten Flüchtlinge alles über die Erstversorgung lernen. Der Kurs fand auf Englisch und Deutsch statt und lockte viele Wissbegierige an.

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Sanitäter Oliver Knolle erklärt den Flüchtlingen wie sie im Notfall reagieren müssen.

Quelle: Johanna Kruse

Wennigsen. Drücken, Pusten, Verbinden - beim Erste-Hilfe-Kurs für Flüchtlinge, im Familienzentrum der Gemeinde Wennigsen, dürfen die Teilnehmer fleißig an der Puppe üben. Von 10 bis 17 Uhr bringt Kursleiter Oliver Knolle ihnen bei, wie man sich und seinen Mitmenschen im Notfall schnell helfen kann. "Die Teilnehmer sind aufmerksamer als in anderen Kursen und vor allem extrem wissbegierig. Sie saugen alles sofort auf", erzählt Knolle. 

Die Flüchtlinge kennen das Prinzip von erster Hilfe nicht, für sie ist das alles neu. Trotzdem kann dieses Wissen gerade für sie wichtig sein. "Es gibt auch Teilnehmer, die wieder zurück in ihr Heimatland wollen. Dafür ist solch ein Kurs definitiv sinnvoll", ergänzt Oliver Knolle. Den Kurs leitet er zweisprachig - auf Deutsch und Englisch erklärt er hilfreiche Handgriffe und Gefahrensituationen, zur Not auch mit Händen und Füßen. In Wennigsen stand dem Sanitäter zudem ein ein Dolmetscher der Johanniter zur Seite, der bei Komplikationen einspringen konnte.

Dass man einen Erste-Hilfe-Schein für den Führerschein benötigt ist ebenfalls vielen neu. Kein Wunder, denn bei einigen Teilnehmern wird in den Heimatländern nicht mal ein Führerschein verlangt. Aus diesem Grund sieht die Organisatorin Hacer Kirli den Kurs nicht nur als Weiterbildung, sondern auch als Schritt in die Gesellschaft. "Die Teilnehmer lernen unser System kennen, vergleichen es mit dem ihrer Heimat und können sich so gleichzeitig für den Führerschein und einige Berufe qualifizieren", erklärt die Integrationsbeauftragte. Interesse zeigten viele an dem Angebot, der Kurs war schnell ausgebucht. "Bei der Auswahl habe ich darauf geachtet, dass vor allem Leute die schon länger hier sind und Frauen mit Kindern teilnehmen", erzählt Kirli. Grundsätzliche Voraussetzung seien Deutsch- und Englischkenntnisse. Hacer Kirli kennt fast alle zwölf Teilnehmer persönlich. Die meisten seien sehr aktiv und kämen auch zu anderen Projekten sowie Deutschkursen ins Zentrum.

Insgesamt 10 solcher Kurse für Flüchtlinge veranstalten die Johanniter in der Region Hannover. Sie sind für die Teilnehmer kostenlos und werden durch Spenden der Sparda Bank Stiftung finanziert.

Von Johanna Kruse

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