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Flüchtlinge sollen sich besser zurechtfinden

Wennigsen Flüchtlinge sollen sich besser zurechtfinden

Nun gibt es alles schwarz auf weiß: Wennigsens Welcome-Gruppe hat zusammen mit der Integrationsbeauftragten Hacer Kirli in mehreren Sprachen eine neue Broschüre mit den wichtigsten Erstinformationen für Flüchtlinge herausgegeben.

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Bestens informiert: Welcome-Initiator Jürgen Welk (von links), Remko Kragt und Integrationsbeauftragte Hacer Kirli begutachten die neue Broschüre für Flüchtlinge.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Eine serbokroatische und englische Fassung gibt es schon. Demnächst soll eine arabische Version erscheinen. Die Informationen, die in Wennigsen eintreffende Flüchtlinge bisher erhielten, waren lückenhaft und - da auf Deutsch - für sie schwer verständlich. Die neue Broschüre beantwortet Alltagsfragen und "informiert über alles, was man so braucht, um sich in den ersten Tagen und Wochen zurecht zu finden", sagt Remko Kragt von der Welcome-Gruppe.

Neu ist: Die Broschüre bündelt die Fülle an Themen und - fast am wichtigsten - die Informationen sind passgenau auf Wennigsen zugeschnitten. Wo befinden sich Supermarkt und Schule? Wie teuer ist eine S-Bahn-Fahrkarte nach Hannover? Und wie kann man sich bei der Barsinghäuser Tafel registrieren? Auf einer angehängten Karte ist das soziale Kaufhaus eingezeichnet. Mit wenigen lokalen Anpassungen soll die Broschüre auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen.

Die Broschüre "ist sehr hilfreich, auch wenn sie natürlich keinen persönlichen Ansprechpartner ersetzen kann", sagt Hacer Kirli. Wennigsen hat 14 ausgebildete Integrationslotsen und darüber hinaus weitere 67 Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Im April bietet die Volkshochschule in Wennigsen den nächsten Kurs an, um sich zum Integrationslotsen ausbilden zu lassen. Angesichts der Prognose, dass Wennigsen bis zum Jahresende weitere 500 Flüchtlinge aufnehmen muss, werden noch mehr Betreuer und Helfer gebraucht. Für alle: Auf ihrer Internetseite hat Welcome inzwischen ein FAQ-Forum eingerichtet, in dem die ständig wachsende Sammlung von Fragen und Antworten für Bürger, Ehrenamtliche und Flüchtlinge eingestellt ist.

Im Dezember ging die Welcome-Initiative mit ihrer Homepage online. An den Start ging Welcome im September. Relativ schnell nach dem Start war als erstes die Fahrradwerkstatt an der Runden Straße realisiert worden. Die gebrauchten Fahrräder werden dort für fünf bis zehn Euro an Flüchtlinge verkauft. So kommt Geld rein für Ersatzteile. Welcome-Initiator Jürgen Welk geht davon aus, dass in der Fahrradwerkstatt im Frühjahr wieder richtig gut zu tun sein wird, wenn das Wetter besser wird. Im April will Welcome ein Verkehrstraining für die Ausländer anbieten.

Das nächste große Projekt wird die Kleiderkammer werden, für die momentan ein Standort gesucht wird.

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