Volltextsuche über das Angebot:

33 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Flying Hope fliegt Luca ins Hospiz

Wennigsen Flying Hope fliegt Luca ins Hospiz

Luca Kropp leidet an einem Gendefekt. Er wird zu Hause in Wennigsen von seinen Eltern betreut, die beide taubstumm sind. Lucas’ Großmutter hat dafür gesorgt, dass sich die Familie in einem Hospiz erholen kann. Der Verein Flying Hope flog den Vierjährigen sowie Mutter und Bruder nach Memmingen.

Voriger Artikel
Aufbruchstimmung im Museum
Nächster Artikel
Wennigsen radelt wieder allen davon

Vor dem Abflug: Svenja Kropp (von links) mit Luca (4), Pilot Thomas Link mit Finn (1) und Ko-Pilot Tilman Tertel auf dem Flughafen Langenhagen.

Quelle: Robert Lasser

Wennigsen. Luca hat eine erbliche Gehirnfehlbildung (PCH 2), bei der bereits zur Geburt Teile des Gehirns zu klein angelegt sind. „Er lebt vielleicht noch zehn Jahre“, sagt Martin Warmuth, ein Freund der Familie, der Luca, Mutter Svenja Kropp und Lucas’ eineinhalbjährigen Bruder Finn am Dienstag zum Terminal für Privatflugzeuge am Flughafen Langenhagen gebracht hat. Vater Enrico Kropp ist mit dem Auto zum Hospiz gefahren.

Betty Schalk, Großmutter von Luca, hatte die Plätze im Hospiz in Bad Grönenbach organisiert und sich an das gemeinnützige Pilotennetzwerk Flying Hope gewendet. „Eine Autofahrt zum Hospiz ist für die Familie zu beschwerlich, und einen Flug kann sie nicht bezahlen“, erläutert Lucas Neffe Malte Schalk. Dieses Hospiz habe einen freien Platz gehabt, und es gehe auch darum, dass die Familie mal von zu Hause wegkomme. „Lucas wird dort bestens versorgt, und die Eltern haben dann etwas mehr Zeit für seinen kleinen Bruder“, sagt Schalk.

Obwohl beide Eltern taubstumm seien, schafften sie es, in ihrer Erdgeschosswohnung mit dem schwerkranken Kind weitgehend selbstständig zu leben, sagt Warmuth: „Wenn ein Kind schreit, geht ein Lichtsignal an.“ Unterstützung bekommt die Familie von den Großeltern, die im Obergeschoss leben.

Pilot Thomas Link von Flying Hope hat Luca, Finn und Svenja Kropp am Dienstagmorgen am General Aviation Center (GAT) in Langenhagen in Empfang genommen. Der 44-Jährige ist Berufspilot und Fluglehrer. Für seinen ehrenamtlichen Einsatz hatte er eine vom Verein mithilfe von Spenden gecharterte Cessna zur Verfügung. Rund 50 Flüge mit schwerkranken Kindern hat er bereits gemacht. Wie ist Link zu Flying Hope gekommen? „Ich kenne Stefan Klebert, den Gründer des Vereins“, sagt er. Es gebe immer mehr solcher Flüge und immer mehr Spenden, berichtet er. Auch manche Flughäfen unterstützten das Projekt. „Hier in Langenhagen müssen wir keine Landegebühr bezahlen.“ Vereinsgründer Stefan Klebert hatte das Konzept der Charity-Flüge in den USA kennengelernt. Flying Hope will weiter wachsen, sammelt dafür Spenden und sucht Piloten, die bei dem Projekt mitmachen. Der Verein weist darauf hin, dass seine Piloten über eine überdurchschnittliche Qualifikation verfügen.

Von Robert Lasser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6r5t29rs444777srdst
Internet: Wennigser Bürger sehen viele Chancen

Fotostrecke Wennigsen: Internet: Wennigser Bürger sehen viele Chancen

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de