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Umbau zum Flüchtlingsheim läuft auf Hochtouren

Degersen Umbau zum Flüchtlingsheim läuft auf Hochtouren

Startschuss für ein dringend notwendiges Wohnprojekt: An der Max-Planck-Straße in Degersen hat der Umbau eines früheren Firmengebäudes zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber begonnen. Rund 500 000 Euro investiert die Gemeinde, um in dem leer stehenden Gebäudekomplex Wohnungen für Flüchtlinge einzurichten.

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Neue Innenwände: In dem früheren Firmengebäude an der Max-Planck-Straße in Degersen werden zurzeit Wohneinheiten für Asylbewerber eingerichtet.

Quelle: Ingo Rodriguez

Degersen. Von außen betrachtet sind es eigentlich nur wenige Anzeichen, die auf das Ausmaß der Bauarbeiten im Gebäudeinneren hindeuten: Auf dem früheren Firmenparkplatz stehen zwei Container mit Bauschutt, vor dem Haupteingang eines früheren Maschinenbaubetriebes stapeln sich Metallschienen und  Holzpaletten. Hin und wieder sind Akkuschrauber und Bohrmaschinen zu hören.

Erst beim Betreten des Gebäudes ist es deutlich zu sehen: Der Umbau läuft schon kurz nach dem Beginn auf Hochtouren: Elektriker, Maurer und Innenausbauer arbeiten auf mehreren Etagen und in etlichen Räumen gleichzeitig. Wände werden eingerissen, Trockenbauer errichten neue Raumabtrennungen.

"Die Arbeiten haben Anfang dieser Woche begonnen", sagt Fachbereichsleiter Martin Waßermann von der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde hat den seit einigen Jahren leer stehenden Firmenkomplex schon vor längerer Zeit erworben. Dass das Gebäude zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden soll, sei zum Zeitpunkt des Kaufes aber noch nicht absehbar gewesen.

Jetzt ist die Gemeinde sehr froh über den Kauf. Nach monatelangen Planungen und Kostenschätzungen soll es nun aber schnell gehen. "Möglicherweise muss die Gemeinde dort schon im ersten Quartal des Jahres Flüchtlinge unterbringen", sagt Waßermann. Das neue Wohnheim soll Platz für 40 bis 50 Asylbewerber bieten - in abgeschlossenen Einzelräumen und Familienbereichen. "Außerdem wird eine Gemeinschaftsküche eingerichtet", sagt der Fachbereichsleiter.

Eine große Halle des Gebäudekomplexes soll zunächst nicht umgebaut werden. "Wir versuchen weiterhin, möglichst viele Ankömmlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen", sagt Waßermann. Nur wenn es wegen weiterhin steigender Zuweisungen nicht zu vermeiden sei, soll es einen zweiten Bauabschnitt geben. Gut genutzt wird die Halle trotzdem schon: Dort werden zurzeit Materialspenden für Flüchtlingsfamilien gelagert. Schulranzen, Fahrräder, Geschirr, Möbelstücke und Lampen sind neben unzähligen Kartons durch ein Fenster zu sehen.

Die Gemeinde will trotz der neuen Gemeinschaftsunterkunft ihrer bisherigen Richtlinie möglichst treu bleiben: "Menschenwürdig, sozial verträglich und dezentral sollen die Menschen untergebracht werden", sagt Waßermann. Im Wohn-Gewerbe-Mischgebiet an der Grenze von Degersen und Wennigsen hat er in dem neuen Flüchtlingsquartier sogar einen charmanten Begleiteffekt beobachtet. "Von der oberen Etage aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Deister."

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